Wenn das Chaos ausbricht: Rudi Marquardt organisiert IT-Spezialmesse

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Vorsicht vor Viren und anderen Angreifern: Rudi Marquardt in seinem Computergeschäft in Kleinenglis.

Fritzlar/Borken. Spannungsabfall, das kommt vor im deutschen Stromnetz. Wenn das jedoch zum falschen Zeitpunkt passiert, können auch viele Daten von der Computerfestplatte verschwunden sein. Das heißt, sie sind gar nicht verschwunden, sagt Computerexperte Rudi Marquardt aus Kleinenglis.

Der Inhaber eines Computerladens vergleicht den Effekt mit Aktenordnern, aus dem man alle Papiere nimmt und sie im Raum verteilt. Dann muss mühsam sortiert und geordnet werden.

Marquardt ist überzeugt, dass viele Menschen die Gefahren für Daten unterschätzen. Viren, Hacker, sogar ein Cyberwar – also ein Computerkrieg – bereiten Fachleuten Sorgen.

Sicherheitstag im Kino

Marquardt organisiert in diesem Jahr in der 7. Auflage den Nordhessischen IT-Security-Tag, um diese Themen aufzugreifen. In der Vergangenheit hatte er die Veranstaltung in Borken und Bad Zwesten auf die Beine gestellt. In diesem Jahr ist das Fritzlarer Kino am Mittwoch, 19. Oktober, Ort des Geschehens. Marquardt will den IT-Tag bekannter machen, da er im vergangenen Jahr mit der Besucherzahl nicht zufrieden war. Das Wetter sei einfach zu gut gewesen.

Eintritt kostet die „kleine Cebit“, wie Marquardt sie nennt, diesmal nicht, allerdings sollen sich die Gäste anmelden. Ein wichtiger Teil ist nämlich eine Präsentation von Rüdiger Trost (Firma F-Secure) mit dem Titel „Viren-Horrorshow“. Und es gibt einen Film, beide im Kinosaal mit begrenzten Plätzen.

Die Stände im Foyer können allerdings auch alle besuchen, die an diesem Abend ganz normal im Kino sind. Marquardt hat einige rennommierte Firmen aus dem Computer-Sicherheitsgeschäft gewonnen.

Es sei ein großer Vorteil, dass man im kleinen Rahmen mit Menschen sprechen könne, die bei der Cebit als Redner vor großen Sälen aufträten, findet der Kleinengliser, der im Borkener Stadtteil seit 28 Jahren ein Geschäft betreibt.

Seit der Jahrtausendwende sei der Bedarf in Sachen Sicheheit gestiegen.

Doch zu viele Firmen sorgen nicht vor und melden sich erst, wenn es zu spät ist. „Bei vier bis sechs Betrieben im Jahr müssen wir die Existenz retten“, sagt Marquardt über seine Arbeit. • Anmeldung für den IT-Securitytag über das Internet: www.rm-electronic.de

Quelle: HNA

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