Neuer Aufbau auf Kirchplatz

Fachwerkgebäude könnte innerhalb von Zennern umziehen

Könnte umziehen: das baufällige Haus an der Langen Straße soll einem Planungsentwurf zufolge dort ab- und am Kirchplatz wieder aufgebaut werden. Fotos: Laumann

Zennern. Ein ungewöhnlicher Umzug könnte in Zennern anstehen. In dem Waberner Ortsteil wird ein ganzes Haus umgesetzt. Von der Langen Straße könnte es einige Meter die Straße hinunter zum Kirchplatz umziehen.

Das leer stehende und baufällige Gebäude soll von den Bürgern abgebaut und wieder aufgebaut werden. Anschließend soll es als Dorfhaus für Feste und Vereine dienen. So soll zum Beispiel der „Verein zur Förderung der ländlichen Gartenkultur“ einziehen. Auch der Anbau eines Backhauses ist vorgesehen.

Möglichkeit zwei: Das Haus am Kirchplatz steht leer.

Zumindest wenn es nach den Plänen des Dorferneuerungsbeirates geht. Rund 150.000 Euro würde das Vorhaben nach Berechnungen eines Architekturbüros kosten. Etwa drei Viertel der Ausgaben würde das Land mit der Dorferneuerung übernehmen. In der Waberner Gemeindevertretung hat Kristian Ewald (CDU) am Donnerstag eine zweite Möglichkeit vorgestellt. Die Gemeinde könnte einfach das vor kurzem frei gewordene Fachwerkhaus am Kirchplatz kaufen. Das hätte laut Ewald gleich mehrere Vorteile:

• Die Nutzfläche wäre um die Hälfte größer. Anstatt 80 Quadratmetern auf zwei Etagen stünden 120 Quadratmeter zur Verfügung.

• Das Haus könnte schneller genutzt werden. Der Ab- und Aufbau des anderen Hauses braucht Zeit.

• Der Kauf bedeutet weniger Arbeit. Die Dorfgemeinschaft müsste weniger in Eigenleistung erledigen.

• Das leer stehende Haus am Kirchplatz ist „nicht besonders gut gepflegt“. Durch einen Kauf wäre sichergestellt, dass sich an der Stelle zügig das Ortsbild bessert.

• Hauptargument sind die Kosten. Durch den Wegfall der Umsiedelung sollen sie deutlich geringer ausfallen. Mit wie viel der Kauf und die Sanierung zu Buche schlagen, sei aber noch unklar.

Die Gemeindevertretung hat die Planungen in den Bauausschuss verwiesen. Die Gemeinde soll mit den Eigentümern sprechen, zu welchem Preis sie das Haus verkaufen.

Georg Bauer (SPD) wies darauf hin, dass die Zeit drängt. Er hofft, bis Ende des Jahres zu einem tragfähigen Beschlussvorschlag zu kommen. Schließlich läuft die Förderung der Dorferneuerung im Jahr 2017 aus. Bis dahin muss der Bewilligungsbescheid vorliegen.

Quelle: HNA

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