Melsunger Karnevalclub feierte Weiberfasching in Adelshausen

Wenn Nonnen strippen

Fliegende Beine: Die Mitglieder des Männerballetts Röhrenfurth verwandelten sich am Samstagabend von züchtigen Nonnen in sündige Bardamen. Fotos: Mangold

Adelshausen. „Fullewasser, Fullewasser- hoi, hoi hoi“ lautete der Karnevalsschlachtruf der feierlustigen Weiber des Melsunger Karnevalclubs (MKC), die am Freitagabend die fünfte Jahreszeit im Dorfgemeinschaftshaus Adelshausen einläuteten.

Rund 80 Frauen waren der Einladung des Karnelvalsvereins gefolgt und ließen es richtig krachen. Zur guten Stimmung des Abends trug auch das umfangreiche Weiberball-Programm des MKC bei.

Neben den schwungvollen Darbietungen der Garden und Tanzgruppen aus Melsungen und Empfershausen sowie der Höllelerchen aus Rothwesten und den Breitenbachhüpfern aus Röhrenfurth waren auch die Weinkönigin und die Weinprinzessin aus Felsberg zu Gast.

Höhepunkt Männerballett

Für musikalische Unterhaltung sorgten der Entertainer der „Popcorns“ und Ulli Wettig mit fetziger Livemusik. Harald Renner hielt als Gertrude Wacker eine Büttenrede mit vielen Kalauern und bei der Darbietung der „Künstlerin Jaqueline“ stellten die Zuschauer selbst lebendige Bilder.

Weiberfasching des Melsunger Karnevalclubs (MKC)

Höhepunkte des Abends waren nach Ansicht der Damen die Auftritte der drei Männerballetts. Unter dem Motto „Mama Afrika“ tanzten die Wonneproppen der ersten Karnevalsgesellschaft Lohfelden erst im bunten Kaftan zu afrikanischen Rhythmen und sorgten dann im knappen Tarzan-Outfit für komische Dschungel-Erotik.

Das Männerballett des Carneval Vereins Rothwesten (RCV) imponierte mit einer professionellen Choreographie und gefiel dem Publikum mit und ohne funkelnde Paillettenhemden.

Als Nonnen in Ordenstracht begann das Männerballett aus Röhrenfurth den Abend mit einem Tanz wie im Musical Sister Act. Nach einem Striptease, der den Saal zum Kochen brachte, verwandelten sich die heiligen Schwestern in wilde Bardamen, die - nur noch mit roten Korsagen bekleidet - die Beine fliegen ließen. Das Publikum hatte offensichtlich Spaß an den Darbietungen: „Ein super Programm“, sagte Annette Lichte aus Melsungen. „Das Männerballett ist das beste.“

„Wir sagen: Was die Männer können, können wir auch“, erklärte Vampir Stephanie Bartel vom Vorstand des MKC. Damit Frauen auch mal alleine weggehen und feiern können, sei die Idee des Weiberfaschings entstanden, den der Verein zum sechsten Mal veranstaltet hatte. Der Verein feiert in diesem Jahr ein Schnapszahljubiläum, er besteht seit 44 Jahren.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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