Rentner ärgert sich über nicht zugestelltes Paket

Wenn der Postbote keinmal klingelt

Erfolgreich abgeben: Nicht immer sind die Kunden auch zu Hause, wenn der Postbote klingelt. Foto: dpa

Knüllwald. Wilhelm Friedrichs ist sauer. „Schon zum zweiten Mal hat der Paketzusteller nur eine Benachrichtigung bei mir eingeworfen und gar nicht erst geklingelt“, sagt der Rentner. Dabei sei er zu Hause gewesen. Als er den Boten auf sein Verhalten ansprach, hab der nur geantwortet, dass Friedrichs sich doch beschweren könne. Ein absolut unverständliches Verhalten für den Rentner, der selbst 43 Jahre bei der Post gearbeitet hat.

Über die Post geärgert haben sich wahrscheinlich viele schon mal. In Internetforen sind noch mehr Beschwerden zu lesen. Ein Kunde schreibt dort, dass er sich extra einen Tag freigenommen hatte, um ein wichtiges Paket entgegenzunehmen. Doch nichts geschah und später lag nur eine Infokarte der Post im Briefkasten, wo man das Paket abholen könne.

Ob Absicht oder Zufall, die Ursachen sind vielfältig. Schnell ist die Klingel überhört, weil der Fernseher zu laut ist oder das Telefon klingelte.

„Die Zusteller sind angehalten, zu klingeln, eine Minute zu warten und erst dann eine Benachrichtigung einzuwerfen“, sagt Thomas Kutsch, Pressesprecher der Post.

Was viele nicht wissen: Die Kunden könnten aber auf dem Benachrichtigungsschein einen neuen Wunschzustelltermin ankreuzen und in den nächsten Briefkasten werfen. Die erneute Zustellung sei kostenlos. Ist der Kunde allerdings wieder nicht zu Hause, müsste er dann das Paket selbst holen, sagte Kutsch.

Wilhelm Friedrichs wollte sich bei der Post in Homberg beschweren. „Ich bekam aber nur die Nummer einer Kundenhotline, bei der ich anrufen soll.“ Ob er dort wirklich anrufen werde, wusste er noch nicht.

Das Paket musste er nun jedenfalls selbst abholen. „Das ist schwierig, denn ich hab keinen Führerschein und muss mich fahren lassen“, klagt er. (mho)

Quelle: HNA

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