Homberg präsentiert historische und außergewöhnliche Hochzeitsorte in Kassel

Werben um Brautpaare

Schönster Tag im Leben: Einen romantischen Start in das Eheleben wollten die meisten der 73 Brautpaare, die sich in Homberg das Ja-Wort gaben. Foto: dpa

Homberg. Ob romantisch mit Rosen und Rosensekt auf dem Schlossberg oder gar in der Türmerwohnung: Heiratswillige geben sich in Homberg immer häufiger an ungewöhnlichen Orten das Ja-Wort. Das ist ein Trend, den der Standesbeamte Ernst Kubisch ausgemacht hat.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 73 Ehen in der Kreisstadt geschlossen. „Das ist guter Durchschnitt“, sagt Kubisch. Die drei Standesbeamten Ernst Kubisch, Frank Ruhland und Uwe Dittmer registrieren schon jetzt wieder ein reges Interesse an Homberg als Hochzeitsort.

Nicht nur Brautpaare aus Homberg geben sich in der Kreisstadt das Ja-Wort. „15 Paare kamen von außerhalb“, sagt Kubisch und führt das auch auf die Präsenz der Stadt bei der Hochzeitsmesse in Kassel zurück. Auch in diesem Jahr werde sich das Team des Standesamtes dort am 14. und 15. Januar mit den Hochzeitsorten präsentieren. Mit einem eigenen Stand werde Brautpaaren so ein Eindruck davon vermittelt, wie schön es in Homberg ist. Im persönlichen Gespräch mit uns lassen sich Fragen am besten klären und man lernt den Standesbeamten, bei dem man später eventuell einmal heiraten möchte, gleich persönlich kennen, sagt Frank Ruhland. „Ich freue mich schon auf die Brautpaare. Wir arbeiten an dem schönsten Thema der Welt, dem Heiraten“, so Dittmar.

„Gleich vier Außenorte bietet das Homberger Standesamt neben dem Trauzimmer im Standesamt.“ Da sei für jeden Geschmack etwas dabei. Vom Trauzimmer, über das romantische Museum der Hohlebachmühle oder der urige Marstallkeller auf der Hohenburg. Aber auch der romantische Dörnbergtempel oder die Türmerwohnung auf dem Kirchturm der Stadtkirche sind Orte, an denen man sich das Ja-Wort geben kann.

Höherer Aufwand

Während eine Trauung im Standesamt 131 Euro kostet, müssen Paare für eine Eheschließung an den außergewöhnlichen Orten tiefer in die Tasche greifen. Die standesamtliche Trauung auf dem Schlossberg kostet 300 Euro. „Da ist dann aber auch der Aufwand höher. Es wird mit Rosen dekoriert und es gibt Rosensekt“, sagt Kubisch. „Der beliebteste Ort ist die Hochzeit auf der Hohenburg, gefolgt von der Hohlebachmühle“, fügt er an. Nach der Renovierung steige auch die Beliebtheit des Standesamtes wieder.

Anders als noch vor ein paar Jahren, sei heute die Namenswahl der Eheleute, weiß Kubisch, der bereits seit 1980 Standesbeamter ist und über 1000 Paare vermählt hat. „80 Prozent entscheiden sich für den Namen des Ehemannes, 15 Prozent für den der Frau und nur wenige für Doppelnamen“, sagt er. „Die Hochzeiten der Doppelnamen sind vorbei“, vermutet Kubisch.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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