Leuchtstunden werden verringert

Es werde Licht! - Bad Zwesten bekommt nur teilweise LED-Lampen

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Die alten Straßenlaternen haben ausgedient: Bad Zwesten bekommt demnächst Natrium-Dampflampen.

Bad Zwesten. Die Straßenlaternen in Bad Zwesten werden auf Natrium-Dampftechnik umgerüstet, jedenfalls zum größten Teil. Dort, wo es ohne Probleme möglich ist, sollen LED-Lampen aufgestellt werden. Diese Regelung gilt straßenzugweise.

Das beschlossen die Gemeindevertreter am Donnerstagabend im Kurhaus einstimmig. Hintergrund sei eine Vorgabe der Europäischen Union, nach der Quecksilber-Lampen verboten werden sollten, hieß es in der Sitzung. Um die Verkürzung der Leuchtzeiten, um die es in Bad Zwesten eine Kontroverse gegeben hatte, ging es nur am Rande. Es wurde beschlossen, diese um 300 Stunden im Jahr zu verringern.

Dafür soll es allerdings keine starre Regelung geben. Vielmehr wird eine Kombination aus Sensoren, die Helligkeit erfassen, und astronomischer Uhr eingesetzt. Eine astronomische Uhr bezieht die Länge des Tageslichts ein.

In der Sitzung ging es vor allem um die Art der Beleuchtung für Straßenlampen. LED hätten laut der Information der Gemeinde die geringsten Energiekosten, seien aber technisch anfälliger und hätten eine geringere Lebensdauer. Zudem sei der Lichtkegel scharf abgegrenzt, der Abstand der Lampen zueinander dürfe also nicht zu gering sein.

Die Zweifel an der LED-Technik teilten nicht alle Gemeindevertreter. SPD-Mann Robert Koch bezeichnete sich selbst als LED-Fan, und der Grüne Stefan Arndt sagte: „Wir sehen nicht ein, warum Zwesten immer hinterher hinken muss.“

Natrium-Dampflampen hätten ebenfalls geringere Kosten als die bisherigen Leuchtkörper, so die Gemeinde. Die bisherigen Standorte würden ausreichen, und die Technik habe sich bewährt. Nach 14 Jahren hätten sie sich amortisiert.

In der Diskussion der Gemeindevertreter wurde ein Kompromiss entwickelt. Dort, wo es problemlos möglich ist, sollen LED genutzt werden. Das könnten beispielsweise Neubaugebiete sein, in denen ohnehin Lampen neu gesetzt werden.

Diese Regelung gilt straßenweise, es wird also nicht bläuliche und gelbliche Lichtkegel in ein und der selben Straße geben. Stefan Arndt (Grüne) hätte freilich auch damit kein Problem gehabt, wie er sagte: „Gelb und blau, das gibt Grün.“

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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