Marburgs Altenplanerin Petra Engel war Frauenbeauftragte

Alt werden erleichtern

Altern ist spannend und kann Freude machen: Das sagt Petra Engel. Bevor sie in Marburg Altenplanerin wurde, war sie im Schwalm-Eder-Kreis eine der Frauenbeauftragten. Foto: Cordes

Marburg/Schwalm-Eder. Ihre eigene Großmutter war eine coole, unkonventionelle Frau. Sie war geprägt vom Zeitgeist der 20er-Jahre und lebte im hohen Alter in Wohngemeinschaften mit Studierenden, erzählt Petra Engel aus Gilserberg-Lischeid.

Die ehemalige Frauenbeauftragte des Schwalm-Eder-Kreises ist Marburgs Altenplanerin. Für die promovierte Sozialpädagogin ist das Altern spannend: „Man wird ja immer vielfältiger, je älter man wird“, meint die 48-Jährige: „Die Lebenserfahrung der Älteren finde ich faszinierend.“

Das war einer der Gründe, warum sich die aus Südniedersachsen stammende Petra Engel schon während des Studiums in Bremen für den Schwerpunkt Altenarbeit entschied. Seitdem hat sie das Thema nicht mehr losgelassen: Sie arbeitete in einer Beratungsstelle für Gerontopsychiatrie, war Altenhilfefachberaterin, absolvierte das Aufbaustudium Gerontologie in Kassel, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war, promovierte über das Altern auf dem Land und lehrte an Altenpflegeschulen in Nordhessen. Nur ein Abstecher war dabei: Bevor sie nach Marburg kam, war sie drei Jahre lang Frauenbeauftragte des Schwalm-Eder-Kreises. Doch auch dort lenkte sie den Blick auf die älteren Frauen.

Gemeinsam alt werden

Seit eineinhalb Jahren ist die verheiratete Mutter zweier Kinder, die seit 20 Jahren an der Kreisgrenze in Lischeid wohnt, die erste Altenplanerin Marburgs. Sie organisiert Vortrags- und Fortbildungsreihen zum Thema Wohnen.

Für ihr eigenes Altwerden plant Petra Engel „nichts radikal Neues“. Sie möchte mit anderen gemeinsam alt werden und Zeit haben für Bewegung, für Freunde und Musik.

Von Gesa Coordes

Quelle: HNA

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