Fünf Städte veranstalten gemeinsam ein Fest

Märchen-Festival: Wertvoller als ein Goldesel

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Märchenhaft: Die Brüder Grimm werden im Mittelpunkt des zweiten Märchen-Festivals stehen. Das Programm stellten die Vertreter aus Fritzlar, Gudensberg, Bad Wildungen, Frankenberg und Waldeck in Fritzlar vor.

Fritzlar/Gudensberg. Ob die Kämmerer so manch klammer Stadt aus der Region zum Märchen-Festival gehen, kann man nur vermuten.  Doch ist es sehr wahrscheinlich, schließlich geht es dabei auch um einen Goldesel.

Und einen Goldesel  hätte ganz sicher der eine oder andere Kämmerer gerne, um die städtischen Finanzen zu verbessern.  Fest steht aber schon jetzt, dass ganz sicher wieder jede Menge Besucher zum mittlerweile zweiten Märchen-Festival vom 4. Mai bis 1. Juni in die fünf Städte kommen werden, die dabei mitmachen.

Schon der Auftakt im vergangenen Jahr lockte mehrere tausend Besucher nach Fritzlar, Gudensberg, Waldeck, Bad Wildungen und Frankenberg. Mehr als das: Die fünf Veranstalter wurden für ihre Zusammenarbeit mit dem Tourismuspreis der Grimm- Heimat ausgezeichnet.

Rund um die Grimms

Fünf auf einen Streich, so lautet der Titel des Festivals, bei dem diesmal die Brüder Grimm im Mittelpunkt stehen und das an fünf Wochenenden in jeweils einer der fünf Städte stattfinden wird. Alle fünf Städte liegen auch an der Deutschen Märchenstraße.

„Vor 200 Jahren haben die Grimms ihre wunderbare und weltweit populäre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen veröffentlicht. Das ist etwas, was die Menschen in der Region stolz macht“, sagte Reckhard Pfeil vom Bad Wildunger Stadtmarketing. Ein Schwerpunkt liege auf Nordhessen, weil die Brüder Jacob und Wilhelm die meiste Zeit ihres Lebens in der Region verbrachten und diese selbst als ihre Heimat bezeichneten.

Lebendige Figuren aus Märchen und Sagen, Theater, Musik, Mitmach-Programme und typische Köstlichkeiten aus der regionalen Küche gibt es bei dem Märchen-Festival. Dabei kann man die Grimms auf verschiedenen Ebenen erleben. Es wird Feste geben, Lesungen, Wissenswertes und Märchenhaftes. „Es geht um Traum, Wunsch und Wirklichkeit“, sagte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Und schön sei, dass die Märchen letztlich immer gut ausgehen.

Märchenhafte Teamarbeit

Gut, fast schon märchenhaft laufe auch die Zusammenarbeit der Städte. Das sah auch Reckhard Pfeil aus Bad Wildungen so: „Alle haben sich kräftig ins Zeug gelegt, und herausgekommen ist ein tolles Programm“, sagte er. Das reihe sich aneinander wie Perlen auf einer Kette.

„Besonders ist, dass man in den fünf Städten erkannt hat, dass man gemeinsam mehr bewirken kann und stärker ist“, sagte der Gudensberger Schmeckefuchs, Schauspieler Thomas Hof. Das ist vermutlich noch mehr wert als ein eigener Goldesel.

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Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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