Stadtverordnete erlauben Geschäft mit 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche

Weg frei für Elektromarkt

Fritzlar. In Fritzlar soll ein Elektromarkt entstehen. Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend dafür den Weg bereitet. Der Markt der Firma Medimax soll auf dem Gelände gegenüber des Autohauses Range am Rande Fritzlars entstehen.

Grundsätzlich ist ein solcher Markt in diesem Gebiet laut Bebauungsplan erlaubt. Allerdings will Medimax im großen Stil bauen, die Verkaufsfläche soll 1400 Quadratmeter betragen. Das ist etwas größer als ein übliches Schwimmbad. Erlaubt sind laut Bebauungsplan 800 Quadratmeter. Die Stadtverordneten beschlossen einstimmig, dass auch 1400 Quadratmeter möglich sein sollen.

Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange (CDU) wies darauf hin, dass es schon jetzt theoretisch möglich wäre, zwei Märkte à 800 Quadratmeter zu bauen, was wirtschaftlich aber nicht sinnvoll wäre.

Voraussetzung für den neuen Markt ist unter anderem, dass der Betreiber ein Gutachten über die Auswirkungen auf den Handel erstellen lässt. Danach, so erläuterte der Bürgermeister im Gespräch mit der HNA, richte sich auch das weitere Verfahren. Im einfachsten Fall müssten nur der Flächennutzungs- und der Bebauungsplan angepasst werden. Dann könne der Bau schon Mitte kommenden Jahres beginnen, schätzt Lange.

In der Stadtverordnetensitzung betonte Lange, er sehe positive Effekte für die Innenstadt. Das habe sich am Beispiel des Domstadtcenters gezeigt. Medimax könne Kunden binden, die dann nicht nach Baunatal oder Kassel fahren würden, um Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik einzukaufen.

Ähnlich argumentierte Gerlinde Draude, Bürgermeisterkandidatin der SPD. Der neue Markt werde das Angebot in Fritzlar erweitern und für neue Arbeitsplätze sorgen. "Es ist ein Stolperstein auf dem Weg zum Ratio", sagte sie.

Sie hoffe, dass das eine Initialzündung für das Industriegebiet auf der anderen Straßenseite werde. Dennoch, mahnte sie, dürfe man die Innenstadt nicht aus dem Fokus verlieren.

Medimax gehört zur Electronic-Partner-Gruppe und betreibt nach Angaben der Stadtverwaltung 116 Fachmärkte in Deutschland, unter anderem in Brilon.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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