Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" startet auf Regionalebene

Start frei: Zum Wettbewerb 2014 „Unser Dorf hat Zukunft“ und auch zum demographischen Wandel im Landkreis Kassel gibt es umfangreiches Informationsmaterial, hier (von links) präsentiert von Peter Nissen (Leiter Servicezentrum Regionalentwicklung), Landrat Uwe Schmidt, Westuffelns Ortsvorsteher Helmut Germeroth und Jürgen Düster (Sprecher Arbeitsgruppe Unser Dorf Westuffeln). Foto: Binienda-Beer

Westuffeln/Wolfhagen. Schöne Dörfer sind willkommen, solche mit inneren Werten aber noch mehr. Für den 35. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ fiel jetzt mit einer zentralen Informationsveranstaltung für den gesamten Landkreis in Westuffeln, dem Siegerort 2011, der Startschuss.

Im kommenden Jahr sind dörflich geprägte Orte wieder zur Teilnahme am Regionalentscheid eingeladen. Die Sieger werden im folgenden Jahr den Kreis im Hessischen Landesentscheid vertreten – und im Idealfall ein Jahr später auf Bundesebene. Hessenweit rangiert der Landkreis Kassel seit Jahren mit der Zahl teilnehmender Dörfer an der Spitze. 26 waren es beim vorigen Regionalentscheid.

Mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sollen besondere Leistungen zur Bewahrung und Weiterentwicklung der Vielfalt dörflicher Lebensformen und Siedlungsstrukturen sowie der individuelle Charakter des jeweiligen Dorfes herausgestellt werden, sagte der Leiter des federführenden Servicezentrums Regionalentwicklung (Hofgeismar), Peter Nissen, vor rund 60 Zuhörern in der Westuffelner Turnhalle.

Im Gegensatz zum früheren Wettbewerbscharakter unter dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden“, als vorrangig das äußere Erscheinungsbild zählte, liegt der Schwerpunkt inzwischen bei der Dorfentwicklung. „Anders schöner“ sei heute gefragt, scherzte Landrat Uwe Schmidt bei der Vorstellung der Wettbewerbsziele und nannte bürgerschaftliches Engagement, Nachbarschaft und Gemeinsinn als bedeutsame Voraussetzungen für ein sozial und kulturell intaktes Dorfleben. Im Zentrum der örtlichen Bemühungen stünden heute das „Wir-Gefühl“, der Umgang mit dem demographischen Wandel und die Entwicklung von Zukunftsperspektiven.

Das große Zukunftsthema griff auch Nissen auf. Er stellte fest: „Der Wandel ist nicht mehr umkehrbar, aber er ist gestaltbar.“ Der Wettbewerb diene insofern nicht so sehr einem sich miteinander messen, sondern der Bewahrung und Verbesserung der Lebensqualität auf dem Dorf. Gesucht werde „das aktivste, sozialste und zukunftsfähigste Dorf.“ Schon jetzt steht fest: Jeder mitmachende Ort gewinnt. Denn am Ende wird die Bewertungskommission allen Teilnehmerdörfern eine Analyse ihrer Situation und Perspektiven an die Hand geben.

Quelle: HNA

Kommentare