930 Kilometer bis nach Santiago de Compostela

Wettesinger Pfarrerin Monika Vöcking ist vom Jakobsweg zurück

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Am Ende der Welt: Pfarrerin Monika Vöcking am Kap Finisterre, das auch „das Ende der Welt“ genannt wird. 

Wettesingen. Die Wettesinger Pfarrerin Monika Vöcking ist von ihrer Pilgerreise auf dem Jakobsweg zurück. Sechs Wochen war sie unterwegs und hat dabei 930 Kilometer zurückgelegt. Mitgebracht hat sie „tiefempfundene Freude und Zufriedenheit“ und hofft, dass dieses Gefühl anhält.

Aber nicht nur das hat sie mitgebracht: Sie sammelte während ihrer Wanderung auch fleißig Sponsorengeld pro Kilometer. Über 100 Spender halfen mit, dass die stolze Summe von 7000 Euro zusammen kam.

Das ist genau der Betrag, der für den Eigenanteil der Sanierung der Kindertagesstätte Arche Noah noch fehlte. 3000 Euro wurden bereits bei anderen Gelegenheiten und Veranstaltungen gesammelt.

Während sie von Frankreich nach Spanien wanderte, hatte sie die ganze Zeit das Gefühl, Gott sehr nah zu sein. Das spiegelt die 45-jährige Pfarrerin auch wider. Sie wirkt zufrieden, sie ist angekommen. Als sie am vergangenen Freitag in Wettesingen zurückkehrte, war an der Hintertür des Pfarrhauses ein Blumenstrauß angebracht und ein Zettel mit den Worten „Schön, dass du wieder da bist“.

Die evangelische Gemeinde in Wettesingen hat die Reise mitverfolgt. So wurden die Reiseberichte, die die Pfarrerin unterwegs geschrieben hatte, in den Gottesdiensten vorgelesen. Und jeder konnte sich auf der Internetseite der Kirchengemeinde selbst vom Fortschritt und den Erfahrungen der Pfarrerin überzeugen.

Im Schnitt ist sie täglich 25 Kilometer gelaufen. Eine Erkältung hat sie geplagt und die Pilgerreise etwas verzögert, aber Monika Vöcking hatte bei ihrer Planung vorsichtshalber auch einige Tage als „Puffer“ eingebaut. Sie hat sehr viele Menschen kennengelernt, denen sie vermutlich nie begegnet wäre. „Ich hoffe, die Kontakte bleiben bestehen“, sagte Vöcking. Auf dem Weg sei eine große Offenheit da, der Weg verbinde Menschen. Einige Menschen nehmen den Jakobsweg auf sich, um nach überstandener Krankheit wieder neu zu beginnen. Oft seien Lebenskrisen Auslöser für diese besondere Reise. „Man muss mit sich alleine auskommen können“, sagte Monika Vöcking. Denn zum Teil sei man sehr einsam auf dem Weg unterwegs.

Faszinierend fand sie die Erfahrung, dass sie mit jedem Schritt näher am Ziel auch wusste, dass es funktioniert hat. Sie ist ihren Weg gegangen und hat für ihre geliebte Kindertagesstätte das fehlende Geld gesammelt. Nach der Sanierung des Kindergartens sind auch die Kinder nun wieder zurück in der Einrichtung. „Auch da sind alle gut angekommen“, sagte Monika Vöcking und sie sei dankbar, dass ihre Idee so mitgetragen wurde.

Die Wettesinger Pfarrerin Monika Vöcking wurde vor ihrer Pilgerreise am 28. August in einem Gottesdienst feierlich mit dem Pilgersegen verabschiedet. Um sie willkommen zu heißen, findet am Sonntag, 23. Oktober, um 9.30 Uhr ein Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Wettesingen statt. Um 11 Uhr wird in Oberlistingen ein Gottesdienst zur Begrüßung der Pfarrerin stattfinden. 

Die Reiseberichte der Pfarrerin gibt es unter www.pfarramt-wettesingen.de

Quelle: HNA

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