109 Auszubildende stellten sich in Fritzlar den Fragen zu Praxis und Allgemeinwissen

Wettstreit für junge Landwirte

Freude nach dem Wettbewerb: Von links Dr. Bernd Wenck (Geschäftsführer Kreisbauernverband Schwalm-Eder), Herbert Berthold (Reichspräsident Friedrich-Ebert-Schule, Fritzlar), Heinrich Waßmuth (Dorheim), Fabian Rössel, (Obervorschütz), Markus Schäfer (Merzhausen), Christina Hansmann (Ziegenhain), Dr. Angelika Matthé (Friedrich-Ebert-Schule), Rene Schäfer (Breitenbach a. Herzberg), Michael Haury (Friedrich-Ebert-Schule), Adolf Lux (Vorsitzender Kreisbauernverband Schwalm-Eder). Foto: privat

Fritzlar. In einem Berufswettbewerb haben sich in Fritzlar 109 angehende Landwirte aus Nordhessen Fragen aus ihren Fachgebieten und zum Allgemeinwissen gestellt.

83 von ihnen absolvieren an der Reichspräsident Friedrich-Ebert-Schule eine Ausbildung zum Landwirt (Leistungsgruppe I), 26 Studierende bereiten sich an der Fachschule für Wirtschaft, Fachrichtung Agrarwirtschaft (Leistungsgruppe II) auf ihren Beruf vor.

Der Wettbewerb der Deutschen Landjugend stand diesmal unter dem Motto „Grüne Berufe - wir lassen‘s wachsen“. Er findet im Turnus von zwei Jahren statt. Träger sind der Deutsche Bauernverband, der Bund der Deutschen Landjugend, der Deutsche Landfrauenverband sowie die Schorlemerstiftung.

Die Teilnehmer der Leistungsgruppe I hatten Fragen des Allgemeinwissens zu lösen, die von der Verbreitung von Weltreligionen über physikalische Einheiten und Größen bis hin zu Sprichwörtern reichten.

Die berufstheoretischen Fragen umfassten die Entwicklungsstadien einer Getreidepflanze, die Ermittlung von Aussaatmengen, die Anforderungen an die Haltung von Rindern sowie Fachbegriffe der Landtechnik. Die Auszubildenden mussten außerdem für eine Betriebsbesichtigung durch Kollegen eine Präsentation vorbereiten. Dabei ging es darum, möglichst frei zu sprechen und mit entsprechenden Medien übersichtlich die eigenen Gedanken zu vermitteln.

Die Praxisaufgaben bestanden zum einen darin, verschiedene Futtermittel, Samen und Werkstoffe zu erkennen und zu bestimmen. Darüber hinaus mussten die Teilnehmer einen abgerissenen Stecker eines landwirtschaftlichen Anhängers fachgerecht reparieren und anzuschließen.

Für die Leistungsgruppe II reichte das abgefragte Wissensspektrum von der Gewaltenteilung in unserer Demokratie sowie den optimalen Einsatz von Energie in landwirtschaftlichen Betrieben bis hin zu einer Kalkulation, ob sich die Anschaffung eines neuen Schleppers im Vergleich zu einem Leihschlepper lohnt. In einer Präsentation sollten sie einen Unterricht zum Thema Landwirtschaft für eine 4. Klasse der Grundschule vorbereiten. Bei der Praxisaufgabe ging es darum, Futtermittel, Sämereien und Werkstoffe zu bestimmen. Außerdem mussten die Teilnehmer der Leistungsgruppe II mit einem Schlepper eine Holzrolle möglichst geschickt über einen Parcours bewegen.

Schule ist gut aufgestellt

Der Schulstandort Fritzlar biete alle Möglichkeiten für eine fundierte Ausbildung, erklärte der Schulleiter der Reichspräsident Friedrich-Ebert-Schule, Rainer Glanz. Ausgebildet werden junge Leute aus den Landkreise Kassel-Hofgeismar, Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder.

Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Schwalm-Eder und Kreislandwirt Adolf Lux betonte, dass die Anforderungen an Landwirte ständig zunähmen. Heute ernähre ein Landwirt in Deutschland 170 Menschen, in 15 Jahren seien es wahrscheinlich 400.

Sieger Leistungsgruppe I:

1. Rene Schäfer aus Breitenbach am Herzberg (92,35 Punkte), 2. Christina Hansmann (Ziegenhain,91,65), 3. Heinrich Waßmuth (Dorheim, 91,50), 4. Fabian Rössel (Obervorschütz, 91,15), 5. Marcus Schäfer (Merzhausen, 90,10), 6. Nils Schwalenstöcker (Waldeck, 89,75), 7. Christof Sölzer (Gudensberg, 87,30).

In der Leistungsgruppe II standen Zweierteams im Wettbewerb:

1. Michael Kraft (Mandern) und Helmut Michel (Wega, 93,25), 2. Konstanze Andreas (Geismar), Monika Schmutzler (Rauschenberg, 88,25). 3. Ralf Höhle (Dorla), Axel Schmidt (Baunatal) punktgleich Fabian Asbrand (Sontra), Markus Kattke (Korbach, jeweils 88 Punkten.

Die Ersteplatzierten nehmen am Landesentscheid Mitte April auf dem Eichhof in Bad Hersfeld teil. (hro)

Quelle: HNA

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