Widerstand gegen Stromtrasse wächst - Bürgerinitiative in Homberg gegründet

Homberg. In Homberg wächst der Widerstand gegen die geplante Südlink-Trasse. Am Freitagabend wurde eine Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse gegründet, die parteiübergreifend arbeiten will.

Initiator und Bürgermeisterkandidat Dr. Stefan Markus Giebel (SPD) stellte ausführlich die Informationen von Tennet zur geplanten Trassenführung vor. Er beschrieb, in welcher Form die Stadtteile Hombergs und Homberg selbst davon erheblich betroffen sind, und beklagte, dass Tennet es nicht für nötig erachte, auch in Homberg eine Informationsveranstaltung zu veranstalten.

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Viele Details zur Stromtrasse noch offen

Wieder einmal scheine man davon auszugehen, dass in Homberg alles klaglos hingenommen werde. Es liege natürlich nicht an Homberg, ob die Stromtrasse gebaut werde, sondern die Frage der Trassenführung stehe dabei im Vordergrund, so Giebel.

Da Tennet allen Bürgern nur eine sehr kurze Frist zur Mitsprache lasse, regte Giebel an, die parteiübergreifende Bürgerinitiative zu gründen. Es gehe darum, Hombergs Interessen zeitnah zu vertreten und nicht durch die Thematisierung der Stromtrasse im Bürgermeisterwahlkampf die berechtigten Interessen Hombergs und der Bürger aus den Augen zu verlieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Viele Interessierte Bürger und Gewerbetreibende hätten erst an dieser Veranstaltung erfahren, was es tatsächlich bedeute, wenn etwa 60 bis 70 Meter hohe Freilandmasten die Landschaft durchschneiden, und nicht immer die erforderlichen 400 Meter zur Wohngrenze eingehalten werden könne. Einstimmig wurde festgehalten, dass es notwendig sei, spezialisierte Ingenieure und Repräsentanten von Tennet zur Diskussion und Befragung zu laden.

Bernd Herbold (SPD) wurde von den Anwesenden als Koordinator der Bürgerinitiative benannt. Ende April soll es ein weiteres Treffen geben. (red)

Quelle: HNA

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