Viel Unmut in Malsfeld

Wieder Hochwasser: Neuer Schutz reichte nicht

Wassermengen und Schlamm: So sah es bei der erneuten Überschwemmung oberhalb des Viaduktes in Malsfeld aus. Foto: privat

Malsfeld. Malsfeld stand nach den Regengüssen am späten Freitagnachmittag unter Wasser. Und das obwohl gerade erst der Hochwasserschutz saniert wurde.

Wasser und Schlamm schossen von abgespülten Maisfeldern durch die Unterführung in die Bachstraße. Das habe im Ort für viel Unmut gesorgt, teile Bürgermeister Herbert Vaupel mit.

Es sei einfach zu viel Regen gewesen, hieß es in einer Pressemitteilung. Aber: Es wäre noch schlimmer geworden, wenn man den Hochwasserschutz nicht gebaut hätte. Der errichtete Schutz biete trotz genehmigter Planung keine hundertprozentige Sicherheit.

Vaupel vermutet, dass eine Gewitterzelle oder ein ähnliches außergewöhnliches Wetterereignis der Grund dafür war, dass es derart stark geregnet habe. Solche Wetterlagen führten zu Starkniederschlägen. Das werde zurzeit in vielen Teilen Deutschlands beobachtet, das entnehme er dem Deutschen Wetterdienst.

In Dagobertshausen seien 50 Liter Niederschlag auf einen Quadratmeter in einer Stunde gemessen worden. Dies entspreche mehr als der höchsten Warnstufe des Unwetterdienstes.

Vaupel schlägt vor, ein Hochwasserrückhaltebecken im Bereich des Waldkindergartens zu bauen. Das könne die Situation nochmals verbessern.

Eine weitere Möglichkeit sieht er darin, mobile Tore vor dem Viadukt zu bauen, die je nach Situation geschlossen werden könnten. Zusätzlich müsse im Hinblick auf die häufiger auftretenden Starkregen über weitere Regenrückhaltemaßnahmen in den Hochlandorten nachgedacht werden.

Auch könne man mit den Landwirten über eine adäquate Bewirtschaftung der Nutzflächen in sensiblen Bereichen nachdenken. (cty)

Quelle: HNA

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