Friedhofsnutzung: Unpopuläre Teuerung ist durch

Wieder Ordnung im Gebührenhaushalt

Neukirchen. Die neue Gebührenordnung für die städtischen Friedhöfe Neukirchens tritt rückwirkend in Kraft: Eine breite Mehrheit nahm das lange verhandelte Werk an, sechs Enthaltungen und eine Neinstimme gab es aus der CDU-Fraktion.

SPD-Sprecher Bernd Grossmann rechnete dem Parlament vor, dass der Stillstand in der Gebührenneuordnung seit 2004 die Stadt bereits 168 000 Euro gekostet habe. Er warnte davor, wieder keinen Beschluss zu fassen und wehrte sich zugleich dagegen, der Vollstrecker der unpopulären Anhebung zu sein: „Wir lassen uns die Schelle derjenigen, die dem Bürger in die Tasche greifen, nicht umlegen.“

Unterstützung erhielt Grossmann etwa vom Sprecher der Bündnisgrünen, Holger Arndt, der fand, es könnten nicht allen Geschenke gemacht werden. Von einem unendlichen Thema sprach Helmut Reich (FDP) und forderte Kostendeckung, „das Geld fehlt sonst an anderer Stelle“. Reich warnte auch vor zunehmenden Schwierigkeiten bei der Grabräumung und forderte, dass Pflegegebühr – zwölf Euro pro Jahr – nicht nur ab 2004 nachveranlagt wird, sondern künftig auf einmal für die gesamte Ruhezeit zu zahlen ist. Das sei geboten, da

„Die Leute schimpfen sowieso, dass Sterben so teuer ist.“

Helmut Reich (FPD)

Hinterbliebene immer häufiger abwandern und zu Zahlungen nicht bereit sein würden. Reichs Vorschlag wurde angenommen (13 Ja-, sechs Gegenstimmen, sieben Enthaltungen). (aqu)

Quelle: HNA

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