Meike Adam aus Arnsbach fährt einen

Gegen Rückenschmerzen: Der Free Crosser hilft

Meike Adam

Arnsbach. Wenn Meike Adam aus Arnsbachmit ihrem Free Crosser über Straßen und Feldwege saust, zieht sie die Blicke auf sich. Ihr Sportgerät fällt einfach auf.

Wenn man Meike Adam auf dem Fahrrad begleitet, könnte man problemlos auch nackt auf dem Sattel sitzen - es würde garantiert kein einziger Passant bemerken. Denn wer das erste Mal sieht, wie geschmeidig die Arnsbacherin mit ihrem Free Crosser über Straßen und Feldwege saust, hat keinen Blick für nackte Tatsachen. Wohl aber für das seltene Gefährt.

Da hilft nur Zähnezusammenbeißen und so zu tun, als sei es einfach: Anfänger wie HNA-Redakteurin Claudia Brandau haben am Crosser vor lauter Konzentration wenig zu lachen.

Und das ist so auffällig, dass Meike Adam auf dem Weg nach Borken oder Fritzlar sogar oft von Autofahrern angehalten und gefragt wird, was das um Himmels willen für ein seltsames Dreirad ist, das sie da fährt. Der 46-Jährigen macht das nichts: Denn bald, da ist sie sicher, wird sie nicht mehr die einzige in der Region sein, die mit einem Free-Crosser unterwegs ist. Der wird immer beliebter, denn das Dreirad ist nicht nur ein super Fortbewegungsmittel, sondern ein 1a-Trainingsgerät. Und zwar eines, das ordentlich Tempo macht.

Bei Meike Adam war es Liebe auf den ersten Blick: Als sie im Friesland-Urlaub den ersten Fahrer auf einem mobilen Crosser stehen sah, wusste sie es: Ein solches Gefährt, das man sonst ja nur in Fitnessstudios sieht, wollte sie haben. Doch die erste Übungsstunde war Frust pur: „Ich habe mich völlig talentfrei angestellt“, sagt sie und lacht. Das mag man gar nicht glauben, wenn man sieht, wie schnittig sie mit dem Dreirad unterwegs ist: Im Durchschnitt fährt sie 16 Stundenkilometer.

Volle Kraft voraus

Das ist zackig, denn das Gefährt lenkt man ja nicht mit den beiden Stangen vorne - man probiert es zwar instinktiv, es funktioniert aber nicht - sondern allein durchs Verlagern des Gewichts. Die Arme ziehen wechselweise die Stangen, die Beine treten in die Pedale, das verlagerte Gewicht gibt die Richtung vor. Und zwar alles gleichzeitig.

Und genau das ist die Herausforderung des Free Crossers; Das Gerät fordert die volle Konzentration und noch dazu viel Balance. Zumindest am Anfang. Aber dann, sagt Meike Adam, merkt man mit jedem Meter mehr, wie der Körper die Bewegungen speichert. „Wenn der Knoten erst einmal geplatzt ist, macht es nur noch Spaß“, sagt Adam und legt sich in die Kurve. Und zwar so sehr, dass man befürchtet, dass der Free Crosser kippt. Tut er aber nicht. Das Gefährt ist stabil. Es kommt zwar klobig daher, reagiert aber auf kleinste Bewegungen.

Nie wieder Rückenschmezen

Die gute Nachricht ist, dass man bis zu 1000 Kalorien in der Stunde auf dem Crosser verbrennt. Die schlechte ist, dass er alle Kraft fordert, das man aufbringen kann. „Die Fritzlarer Ederbrücke raufzufahren, das ist schon ein Brett“, sagt Meike Adam.

Doch dieses Brett nimmt die Marathonläuferin und Rennradfahrerin: „Wenn man genug Biss hat, schafft man es“, sagt sie. Biss hat sie. Meike Adam ist vom Free Crosser überzeugt. Denn seit sie den habe, habe sie ungezählte Menschen kennengelernt - aber keine Rückenschmerzen.

Sportgerät mit vielen Facetten

Die Werbung für einen Crosser liest sich wie ein physiotherapeutischer Traum: „Beim Training mit dem FreeCross werden alle Muskelbereiche physiologisch belastet: Arme, Schultern, Brust, Bauch, Rücken, Po & Beine.

Die elliptische Schrittbewegung in aufrechter Körperhaltung schont die Gelenke und fordert die artgerechte axiale Belastung der Wirbelsäule. Das Herz-Kreislauf- System wird direkt angeregt und dem Körper zu lang währender Fitness und Gesundheit verholfen.

Kosten: um die 2500 Euro. Quelle:www.freecross.fit

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare