Menschen vor Gericht: Hausmeisterdienstleister erhielt diesmal Bewährungsstrafe

Wieder und wieder Betrug

Treysa. Wegen Betruges in fünf Fällen musste sich ein 30-Jähriger aus dem Schwalm-Eder-Kreis vor dem Amtsgericht in Treysa verantworten. Gegen den Mann waren noch zwei Verfahren anhängig, die gemeinsam verhandelt wurden.

Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, im vergangenen Jahr mit seinem Hausmeisterservice Rechnungen nicht beglichen zu haben. Zudem hatte er sich für Aufträge bezahlen lassen, ohne diese zu erledigen. Für 220 Euro habe er beim Angeklagten vier Raummeter Brennholz bestellt, sei jedoch nur mit einigen Körben beliefert worden, sagte ein 41-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain. Und sein Geld habe er auch nicht wiederbekommen.

Ein 72-jähriger Zeuge aus Berlin erklärte, der Angeklagte habe für ihn das Bad einer Mietwohnung erneuern sollen und dafür vorab 500 Euro erhalten. Weil aber der Auftrag nicht fertiggestellt worden sei, habe er Material und Arbeitsstunden verrechnet und den Restbetrag erfolglos zurückverlangt.

„Ich habe dafür auch Leistung erbracht“, äußerte sich der Angeklagte. Auch sei bei ihm eine Arbeitsüberprüfung durchgeführt worden, die ergeben habe, dass er keine Sanitärarbeiten erledigen dürfe.

Eine 57-jährige Firmenchefin sagte, der Angeklagte habe bei ihr zwei Container für Erdaushub sowie Frostschutz und Splitt bestellt. Die fälligen 1200 Euro dafür habe er bis heute nicht bezahlt. Ähnliches berichtete ein 49-jähriger Angesteller eines Containerdienstes. Für die Beseitigung von Baumschnitt habe er dem Angeklagten zwei Container zu je 65 Euro geliefert. Der Angeklagte habe zwar die Lieferscheine unterschrieben, die Rechnungen allerdings nicht beglichen.

Der 30-Jährige gab an, er sei von seinen Auftraggebern nicht bezahlt worden. Daher habe er die Rechnungen für die Container nicht begleichen können.

Haft auf Bewährung

Wegen Betruges war der Angeklagte in der Vergangenheit bereits zweimal verurteilt worden. Das Gericht verhängte jetzt wegen Betruges in vier Fällen eine fünfmonatige Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung für drei Jahre. Zudem muss er 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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