17 chinesische Schüler in Brückner-Schule

Brot backen im Naturfreundehaus: Walter Brixel von den Bad Emstaler Naturfreunden mit (von links) Leherin Yan Liu, Tianyuan Liu, Linyan Shi und Yi Huang. Foto:  zih

Bad Emstal. Für Yulu und Tianyuan Liu, Linyan und Yishan Shi, Yi Huang sowie Fangy Xu war es eine Premiere. Ebenso für ihre zwölf weiteren Klassenkameraden wie auch für die sie begleitenden fünf Lehrer von der Jiangqiao Experimtal Middle School aus Shanghai.

Zum ersten Mal in ihrem Leben erlebten die Acht- beziehungsweise Neuntklässler nicht nur, wie deutsches Brot zubereitet und gebacken wurde, sondern durften auch selbst den Teig formen und unter Aufsicht von Walter Brixel in den Backofen schieben. Ort des handwerklichen Abenteuers war keine Bäckerei, vielmehr das Naturfreundehaus Bad Emstal. Natürlich durfte jedes chinesisches Mädchen, jeder Junge ein frisch gebackenes Brot als Geschenk der Naturfreunde mit in ihre jeweilige Gastfamilie nehmen. Dort waren sie acht Tage lang untergebracht. Insgesamt hielten sich die chinesischen Schüler 14 Tage in Europa auf, erkundeten in der ersten Woche im Schnelldurchgang die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich.

In der zweiten Woche drückten sie in der Christine-Brückner-Schule (CBS) die Schulbank, erhielten dort, neben dem täglichen fächerübergreifenden Unterricht, noch eine Zusatzstunde Deutsch. Nachmittags standen zusammen mit den deutschen Klassenkameraden Exkursionen zu Sehenswürdigkeiten der Region auf dem Programm.

Der nach 2009 inzwischen zweite Aufenthalt der chinesischen Austauschschüler, alles Kinder aus wohlhabenden Familien, war ein Gegenbesuch mit Wiedersehensfreude. Denn im vorigen Jahr weilten mit ihren Lehrern Mary Wunderlich und Christoph Manske 18 CBS-Schüler 14 Tage lang an der Shanghaier Mittelschule. Die Bad Emstaler werden 2012 wieder für zwei Wochen als Gäste von ihrer chinesischen Partnerschule erwartet.

„In China ist Brot westlicher Art aus Sauerteig und mit Körnern ganz wenig verbreitet, dieses nur in wenigen Spezialläden in Großstädten erhältlich. Bei uns wird ein dünnes, dem deutschen Weißbrot ähnliches Brot mit Dampf gebacken“, so der in Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen studierende Dolmetscher Xinjie Du. In China komme bei den täglichen drei Mahlzeiten morgens, mittags und abends überwiegend warmes Essen auf den Tisch. (zih)

Quelle: HNA

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