Bewilligungsbescheid für die Renaturierung

Wiera soll natürlicher werden

Treysa. Staatssekretär Mark Weinmeister hat im Treysaer Rathaus einen Bewilligungsbescheid über 286 010 Euro für die Renaturierung der Wiera im FFH-Gebiet „Wieragrund von Schwalmstadt“ an Bürgermeister Wilhelm Kröll überreicht.

Durch die Umgestaltung werde die Gewässerstruktur und die ökologische Durchgängigkeit der Wiera deutlich verbessert, erklärte Weinmeister. Außerdem würden die seltenen und an Feuchtgebiete gebundene Tier- und Pflanzenarten wie Neuntöter, Bekassine, Eisvogel und mehrere Orchideenarten geschützt.

Bei der Renaturierung wird der an den Talrand umgelegte Bach in typisch geschwungener Linie zurück in seine Aue verlegt. Auf einer Länge von 1100 Metern werden dabei typische Verzweigungen, Laufaufweitungen, Kiesbänke und Auenbiotope angelegt sowie Totholz und andere Störelemente in den neuen Verlauf der Wiera eingebaut.

Zugleich wird das Sohlgefälle verringert und damit die Tiefenerosion des Baches gemindert. Das Niedermoor, die Seggenriede und die Feuchtwiesen werden wieder stärker vernässt und die bedrohten Lebensräume in ihrem Bestand gesichert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Damit werde die Aue bei Hochwasser wieder als Rückhalteraum dienen. Außerdem werde an der Wehranlage der ehemaligen Horschmühle in Schwalmstadt eine raue Gleite als Fischwanderhilfe gebaut. Damit würde die Wiera für durchwandernde Wassertiere deutlich verlängert. (jkö)

Quelle: HNA

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