Bittere letzte Debatte

Wieragrund: Beschluss ging glatt durch

Schwalmstadt. Es war Wilhelm Krölls letzte Stadtverordnetenversammlung als Bürgermeister, ausgenommen die zu seiner Verabschiedung nächsten Donnerstag. Trotzdem schenkte man sich nichts, erneuerten die Sprecher von Bündnis 90/Grünen und Freien Wählern ihre bekannte Kritik im Grundsatz und in vielen Details.

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Als „unter der Gürtellinie“ bezeichnete noch einmal der scheidende Verwaltungschef die Anwürfe. Dabei gingen der Satzungsbeschluss und die damit verbundene Änderung des Städtebaulichen Vertrages erwartet glatt durch. Jeweils die gesamten Fraktionen von SPD und CDU hoben die Hand für die Umwandlung des Wieragrundareals/Bahnhofstraße in ein Sondergebiet (SO) (24 ja, sieben nein, zwei Enthaltungen). Es löst den alten Plan ab und soll Unanfechtbarkeit gegen Klagen und Einsprüche bringen.

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Trotzdem, so war im Sitzungsverlauf im Rathaussal zu hören, sollen erneut rechtliche Schritte gegen das Einkaufszentrum in Vorbereitung sein. Das jedenfalls ließ SPD-Sprecher Michael Schneider durchblicken. „Die Grundstückfragen sind endgültig geklärt“, sagte Schneider. Er nannte es erfreulich, dass die Wieragrundstraße nahezu fertig ist, nächsten Freitag wird sie freigegeben. Das Straßenbauprojekt sei nur durch die Hilfe der Investoren möglich gewesen. Zum Zustand der Bahnhofstraße sagte Schneider: „Wer sich die Straße und das Angebot ansieht weiß, dass es Zeit ist.“ Das Center bedeute eine einmalige Chance. Und über Wilhelm Kröll: „Ohne seinen Mut und sein Engagement wäre das Projekt nie begonnen worden, läge Schwalmstadt weiter im Dornröschenschlaf.“

Von Anne Quehl

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Quelle: HNA

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