Verwaltungschef weist Vorwürfe der Bürgerinitiative Wieragrund nachdrücklich zurück

Wieragrund: Kröll will Rückkehr zur Sachlichkeit

Schwalmstadt. "Ich fordere zu mehr Sachlichkeit auf", das sagte Bürgermeister Wilhelm Kröll zum Thema Wieragrund als Entgegnung zur Presseerklärung der Initiative Bürgerbegehren (HNA berichtete).

Lesen Sie auch

Initiative Bürgerbegehren Wieragrund: Klage kein Thema

Die Gruppe solle jetzt, da es offenbar nicht zu dem Bürgerbegehren komme, mit ihren Verteufelungen aufhören und den Investoren keine unlauteren Methoden unterstellen. Kröll verwahrte sich vehement dagegen, Mitarbeiter in der Stadtverwaltung unter Druck gesetzt zu haben. Die Behauptung, er habe Öl ins Feuer gegossen, wies er scharf zurück.

Allerdings sei er als Bürgermeister derzeit keineswegs zur Neutralität verpflichtet, sondern er habe die in einer langen Kette von Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung getroffenen Entscheidungen zu vertreten. Stellung nahm Kröll auch zu dem Faltblatt Bürgerinformation Pro Wieragrund, auf dessen Rückseite ein Widerrufsformular geleisteter Unterschriften für ein Bürgerbegehren abgedruckt war.

An diesem Faltblatt sei die Stadtverwaltung nicht beteiligt gewesen, es sei ausschließlich von den beiden Fraktionen von CDU und SPD initiiert gewesen. Einzelne hätten ihre Unterschrift auch zurück gezogen, grundsätzlich sei die Unterzeichnung für einen Bürgerentscheid die Entscheidung jedes einzelnen. Kröll bekräftigte im Gespräch mit dieser Zeitung seine Meinung, dass das Bürgerbegehren auf ein Kippen der Pläne im Wieragrund abziele.

Der Verwaltungschef unterstrich, dass alternative Investoren-Konzepte nicht in den Händen der Stadt liegen und lagen. Nur die Übernahme des unternehmerischen Risikos durch den Ankauf von Flächen hätte dies ermöglicht. Teilstücke des Wieragrundes sind noch nicht Eigentum der Investorengruppe Wieragrund.

Kröll appellierte an die Inhaber der Flächen, keine Fußangeln für das Vorhaben auszuwerfen. Er hoffe, dass es nach dem Bürgerbegehren eine Rückkehr zur Sachlichkeit gebe und Beschlüsse "schlicht und einfach akzeptiert werden". Das Nachtreten müsse ein Ende haben. (aqu)

Die Sammelfrist für die Unterschriften pro Bürgerbegehren endet am heutigen Mittwoch.

Quelle: HNA

Kommentare