Fisch, Weintrauben und Melone

Wildpark Knüll: Bären bekommen im Sommer Eis zur Abkühlung

Allmuthshausen. Fisch, Weintrauben, Melone und Schokolade: Würde man eine Eissorte mit diesen Zutaten im Kiosk des Wildparks Knüll verkaufen, wäre sie wohl ein Ladenhüter. Doch den Bären Onni und Balu im Wildpark schmeckt es vorzüglich - und die Eisbombe ist zugleich eine willkommene Abkühlung.

Magenschmerzen bekommen die Bären nicht von den Eisbomben. „Sie bekommen ihnen und auch den Waschbären gut“, sagt Sara Engelbrecht vom Wildpark-Team.

Fisch, Weintrauben, Melone und Schokolade: Würde man eine Eissorte mit diesen Zutaten im Kiosk des Wildparks Knüll verkaufen, wäre sie wohl ein Ladenhüter. Doch den Bären Onni und Balu im Wildpark vorzüglich schmeckt es - und die Eisbombe ist zugleich eine willkommene Abkühlung.

Nachschub wurde am Donnerstag von einer Kindergruppe hergestellt. Lena, Ole, Florian, Luca und Jonathan nehmen an der Ferienwoche „Wild und Wald“ teil und helfen kräftig mit. Sie schnippeln Äpfel, Melonen, Salat und mehr in der Wildpark-Küche in kleine Stücke. Das vier Kilogramm schwere Salat-Obstgemisch wird dann mit Schokolade, Fisch oder auch mal einem Küken vermengt, mit Früchtetee aufgefüllt und eingefroren. Mit dabei ist auch Nadine Schiller vom Wildpark-Team. Unterstützung bekommt sie von Armin Hutter und Nadine Unger, sie betreuen die Ferienkinder.

Nachdem der Nachschub für die Bären in die Kühltruhe verfrachtet wurde, schnappen sich die Kinder und Nadine Schiller die bereits gefrorenen Eisbomben und bringen sie zum Bärengehege – es ist endlich wieder Eiszeit.

„Das kühlt nicht nur ab, das Freilegen des Futters ist für die Tiere eine schöne Beschäftigung“, erklärt Engelbrecht, während Onni und Balu mit ihren Pranken das Obst aus dem Eis kratzen.

„Die Tiere des Parks haben aber auch ohne menschliche Hilfe ihre ganz eigenen Methoden, um mit warmen Temperaturen klar zu kommen“, so Engelbrecht. Während die Bären gerne baden, suhlen sich die Wildschweine im Sommer häufiger als sonst im Matsch und reiben sich danach an den sogenannten Malbäumen. „Das ist für sie jetzt mehr als nur Fellpflege.“ Indes bevorzugen es die Wildpferd-Fohlen, die Ziegen und auch die Kaninchen gar nichts zu tun. „Sie legen sich hin und ruhen sich“, sagt Engelbrecht und zeigt auf die Fohlen.

Fotos: Sommer im Wildpark Knüll

Sommer im Wildpark Knüll

Während die meisten Wildpark-Bewohner bei Hitze weniger fressen, sieht das bei der Luchs-Dame anders aus: „Sie hat großen Hunger, das liegt aber daran, dass sie Nachwuchs bekommen hat und die drei jungen Luchse noch säugt.“ Ihre Artgenossen verputzen im Winter jeweils täglich 2,5 Kilo Fleisch, im Sommer fressen sie gerade mal nur ein Kilo Fleisch.

„Die Tiere sind clever, sie fühlen instinktiv, was ihnen gut tut“, sagt Engelbrecht. Daran halten sie sich dann auch. Das sei anders, als bei so manchen Menschen, die zum Beispiel in der Mittagssonne anstrengende Arbeiten im Garten erledigen.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HNA/Yüce

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