Wildpark Knüll: Eines der drei Bärenbabys ist tot

Homberg. Schlechte Nachricht aus dem Wildpark Knüll: Einer der drei Jungbären, die im Januar geboren worden waren, ist am Wochenende gestorben.

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Homberg. Die Wildhüter des Wildparks Knüll mussten am gestrigen Sonntag einen traurigen Fund machen. Das kleinste der drei Bärenjungen lag leblos im Nest. Am Vortag sei es noch aktiv und gut hörbar auf der Suche nach Onnis milchgebender Zitze gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung des Parks. Bei der letzten Kontrolle am Abend sei nichts Außergewöhnliches festzustellen gewesen.

Über die Todesursache lasse sich noch nichts Endgültiges sagen. Allerdings werde bei Wildtieren häufig ein schwaches, kränkliches Jungtier zu Gunsten kräftigerer Geschwister geringer versorgt. „Wir sind ein Park, der seine Tiere möglichst naturnah hält und viel Wert auf das natürliche Verhalten der Tiere legt“, erklärt Sara Engelbrecht, Umweltpädagogin des Parks. „Das bedeutet auch, dass wir in solchen Fällen nicht prophylaktisch eingreifen“, fügte sie hinzu.

Ein akutes Anzeichen für den bevorstehenden Tod habe es nicht gegeben. Trotz seiner schwächeren Gesamtkonstitution habe das Jungtier ganz normale Kontakt- und Bettellaute von sich gegeben und sich im Nest zu Mutter und Geschwistern gekuschelt.

„Onni ist eine gute Bärenmutter. Das hat sie bereits 2010 bei ihrem ersten Wurf gezeigt,“ erklärte Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich. Er sei sich deshalb sicher, dass die Bärin die beiden Geschwister gut über die nächsten Entwicklungsschritte bringen werde. (hro)

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Erste Fotos von den Jungbären im Wildpark Knüll

Quelle: HNA

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