Nur fünf Parks in Deutschland haben es

Wildpark Knüll wurde mit Umweltbildungssiegel ausgezeichnet

+
Reh- oder Damwild? Im Wildpark Knüll lernt man den Unterschied. Er erhielt ein Zertifikat für seine Bildungsarbeit. Im Bild die Überreichung des Siegels mit (von links) Eckhard Wiesenthal, Winfried Becker, Sarah Engelbrecht, Kerstin Schwab (Betriebsleiterin Freizeiteinrichtungen) und Wolfgang Fröhlich.

Allmuthshausen. Ein Tag im Wildpark soll nicht nur unterhaltsam sein, den Besuchern soll auch Wissen vermittelt werden. Der Wildpark Knüll hat es geschafft, beide miteinander zu verbinden. Dafür wurde er vom Deutschen Wildgehegeverband mit dem Umweltbildungssiegel ausgezeichnet.

Erst fünf von 600 in Deutschland ansässigen Parks haben es geschafft, dieses Siegel zu erhalten. Verliehen wurde es vom Vorsitzenden des Verbandes, Eckhard Wiesenthal.

Das Zertifikat weist den Park als einen Tiergarten aus, der für eine nachhaltige Entwicklung steht. Das heißt, die Mitarbeiter ruhen sich nicht auf ihrem Wissen aus, sondern erweitern es durch Fortbildungen kontinuierlich.

Der Park im Knüll hat im Jahr 2007 extra eine Stelle zur Förderung der Umweltbildung geschaffen. Diese hat Sarah Engelbrecht inne: „Wir bauen unsere Angebote für alle Altersklassen aus, seien es Führungen mit Fütterung oder Übernachtungen“, sagt sie.

Seit 2007 ist die Zahl der Besucher stetig gestiegen, 65 000 Menschen kommen jährlich in den Park, davon 300 Gruppen. Die Besucher sollen die heimische Tierwelt kennenlernen. „Wenn Menschen etwa auf ein Damwild zeigen und sagen: Guck mal, ein Reh!, sollen Betreuer bereitstehen, die die Unterschiede erklären“, sagt Engelbrecht. Besucher sollen so einen Aha-Effekt erleben.

Das Team zur Umweltbildung hat inzwischen 15 Mitglieder, sie arbeiten ehrenamtlich. Der Leiter des Wildparks, Wolfgang Fröhlich, ist zuversichtlich, dass der Park die Weiterbildungen fürs Personal ausweiten kann. „Wir haben ein sehr gut qualifiziertes Team mit verschiedenen Schwerpunkten.“ Umweltbildung sei sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene sehr wichtig. Fröhlich ist bestrebt, auch die dritte Stufe der Zertifizierung zu erhalten.

Um das Siegel Stufe 2 zubekommen, musste der Park Anforderungen erfüllen. So mussten ein Leitbild für den Park entwickelt und drei Praxisprojekte vorgestellt werden. Das Zertifikat schmückt nun den Eingang, damit man sieht, dass man hier neben dem Spaß etwas lernen kann.

Hintergrund:

Das Umweltsiegel Der Wildgehege-Verband hat das Ziel, Menschen jeden Alters die Tierwelt näher zu bringen. Er unterstützt Parks dabei, indem er Siegel verteilt. Drei Stufen der Zertifizierung gibt es, die dritte konnte bis jetzt nicht verliehen werden. Das Siegel ist jeweils vier Jahre gültig. (lin)

Quelle: HNA

Kommentare