Neujahrsempfang des Unterbezirks Kassel-Land - Justizminister aus Thüringen zu Gast

SPD will durchstarten

Gemeinsamer Start ins neue Jahr: Die SPD-Kreistagsfraktions-Chefin und Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck (Niestetal), der stellvertretende Unterbezirksvositzende Ralf Pfannkuche (Breuna), Thüringens Justizminister Dr. Holger Poppenhäger, der Landtagsabgeordnete Timon Gremmels (Niestetal), die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Brigitte Hofmeyer (Oberweser) und der Bundestagsabgeordnete Ullrich Meßmer (Calden) beim Neujahrsempfang der Landkreis-SPD. Foto:  Welch

Bad emstal. „3,2,1... Wir starten durch.“ Schon ein Banner mit diesem Slogan im Kursaal in Bad Emstal machte beim Neujahrsempfang der Landkreis-SPD deutlich, um was es in diesem Jahr vor allem geht: um die Landtagswahlen am 27. März.

Die SPD-Kreistagsfraktions-Chefin und Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck ließ am Montagabend keinen Zweifel an den Absichten der Genossen aufkommen: Es gelte, die absolute Mehrheit der Sozialdemokraten im Landkreis Kassel nicht nur zu verteidigen, sondern auszubauen. Der Beifall im sehr gut gefüllten Bad Emstaler Kursaal, schon traditionell Ort der SPD-Neujahrsbegrüßung, war ihr sicher. Die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Brigitte Hofmeyer, die am Rednerpult den erkrankten Kreis-Chef Uwe Schmidt vertrat, verwies auf „immer gute Wahlergebnisse“ der SPD im Landkreis.

Als Gastredner präsentierten die Landkreis-Genossen den thüringischen Justizminister Dr. Holger Poppenhäger. Für den SPD-Politiker aus Erfurt war es so etwas wie ein Heimspiel, ist er doch in Baunatal aufgewachsen und hat dort einst mit dem heutigen Bürgermeister Manfred Schaub Tischtennis gespielt. Der 53-Jährige nannte den hiesigen Unterbezirk ein Flaggschiff der Sozialdemokratie. SPD-Ideen aus dem Landkreis fänden bundesweit Beachtung in der Partei, dabei bezog sich Poppenhäger auf eine „moderne Bildungsinfrastruktur“ und das „Vordenken beim Thema regenerative Energien“.

Ein Signal senden

Gute Umfragewerte machten Mut, „aber das ist kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen“. Die hessische Landesregierung unter Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bezeichnete er als saft- und kraftlos, Bouffier stehe für eine Reise in die Vergangenheit. Die SPD müsse am 27. März ein deutliches Signal in Richtung Wiesbaden senden. Dabei sei es in der Politik der Partei wichtig, für Chancengerechtigkeit zu sorgen, „das Markenzeichen der Sozialdemokraten“, sagte Poppenhäger.

Er rief die Genossen auf, „gegen den Missbrauch der Leiharbeit“ einzutreten und dafür zu sorgen, dass die CDU ihre „Blockadehaltung gegen den gesetzlichen Mindestlohn“ aufgibt. Bei allen erforderlichen Anstrengungen, die Haushalte zu konsolidieren, dürfe es „keine drastischen Kürzungsorgien“ geben, die einen sozialen Kahlschlag zur Folge hätten.

Holger Poppenhäger, der sich in der alten Heimat sichtlich wohl fühlte, trat die Reise nach Erfurt in deftiger Begleitung an. Der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Ralf Pfannkuche schenkte ihm eine ahle Wurscht. „Sie wissen, in Thüringen gibt es auch gute Wurst“, antwortete Poppenhäger, die Ahle aus Nordhessen sei aber unschlagbar.

Von Axel Welch

Quelle: HNA

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