Bis zu zehn Windräder könnten im Bereich des Prinzessinengartens gebaut werden

Den Wind anzapfen

Windkraftanlagen: Zwischen Jesberg und Neuental könnten sich bis zu zehn Windmühlen drehen. Foto: Archiv

Jesberg. In der Gemarkung von Jesberg wird sich ohne die Beteiligung der Gemeinde kein Windrad drehen. Um das zu erreichen, sprachen sich die Gemeindevertreter einstimmig für die Änderung des Flächennutzungsplans aus.

Ziel des Beschlusses war nicht, Windkraftanlagen zu verhindern. Ganz im Gegenteil, sagte Bürgermeister Günter Schlemmer. Denn nach Untersuchungen könnten sich auf einer Fläche im Bereich des Prinzessinnengartens künftig zwischen sieben und zehn Windräder drehen.

Allerdings, schränkte Schlemmer ein, sei die Überprüfung der Flächen zwischen Schlierbach, Hundshausen und Reptich noch nicht abgeschlossen. Noch fehlten die Untersuchungen zum Schutz der Vogel- und Pflanzenwelt. Bis zum Herbst sollen sie vorliegen. Erst dann falle die Entscheidung, ob auf der Fläche überhaupt Windmühlen gebaut werden können, sagte der Bürgermeister.

Bedauerlich sei, dass die Gemeinde keine eigenen Flächen in dem Areal besitzt. Nur über das Wegerecht könne versucht werden, Einfluss zu nehmen. Dennoch wolle Jesberg wie auch Neuental, auf deren Gemarkung etwa 20 Prozent der möglichen nutzbaren Flächen liegen, versuchen, Einfluss auf die künftigen Betreiber auszuüben.

Denn wenn die Windräder sich vor den Augen der Einwohner drehen, sollten sie daraus Nutzen ziehen können. Schlemmer denkt an Bürgerwindparks und andere Beteiligungsformen. Über eines sollte man sich im Klaren sein: Beim Bau der 140 Meter hohen Windräder sei der Eingriff in die Landschaft beachtlich, wie im Raum Alsfeld zu sehen sei, sagte Schlemmer. (ras)

Quelle: HNA

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