Parlament stimmte für Gebiet

Einig beim Wind in Schrecksbach

Windräder: Das Parlament stimmte dem Regionalplan für Windkraftanlagen zwischen Immichenhain und Schrecksbach zu. Foto: Archiv

Schrecksbach. Den Weg frei für Windkraft in der Gemeinde machte das Parlament in seiner Sitzung am Donnerstag im DGH Holzburg. Zumindest an einer Stelle: Die Gemeindevertreter beschlossen, dem Regionalplan für das Gebiet zwischen Schrecksbach und Immichenhain zuzustimmen. Aber:

Für das Gebiet „Auf dem Gebrannten“ zwischen Röllshausen und Merzhausen widersprachen sie einstimmig.

Laut Bürgermeister Andreas Schultheis erlauben Natur- und Denkmalschutz, Landschaftspflege und Landwirtschaft dort keinen Windpark. Außerdem ist „Auf dem Gebrannten“ laut Bebauungsplan mit einer Sperre versehen.

In ihrer Stellungnahme an das Regierungspräsidium (RP) Kassel fordert die Gemeinde zudem auf, die gesamte Suchfläche – auch im Bereich der Gemeinde Willingshausen – aus dem Regionalplan zu streichen.

Wolfgang Kaivers vom Regierungspräsidium (RP) teilte auf HNA-Anfrage mit, dass es aus seiner Sicht „regionalplanerisch keine Ausschlussgründe“ für das Gebiet gibt. Die Regionalplanung werde die kommunalen Stellungnahmen von Schrecksbach und Willingshausen sehr ernst nehmen – am Schluss entscheide die Regionalversammlung verbindlich für alle Beteiligten.

Das Gebiet zwischen Immichenhain und Ottrau soll nach Parlamentsbeschluss zu einem großen Suchraum zusammengelegt werden. Dies fordert die Gemeinde in ihrem Schreiben ans RP. Der Beschluss fiel mit zehn Ja-, drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung. „Eine Zusammenführung wäre vorteilhaft“, sagte Schultheis. Denn so könnte Schrecksbach gemeinsam mit Ottrau einen Windpark in Angriff nehmen. Ottrau ließ bereits Planungen erstellen.

„Die Bürger sind die Betroffenen“, sagte der Bürgermeister. So hatte sich eine Anwohnerin der Eggenhöfe, in deren Nähe die Windräder entstehen sollen, in einem Brief an die Gemeinde gewandt. Sie fürchtet Störungen für ihre Feriengäste.

Massiv sprach sich Andreas Frisch (UWG) gegen Windkraft aus: Es gehe nur ums Geldmachen. Lars Diehl (CDU) stellte in Aussicht, er werde in der nächsten Sitzung einen Antrag stellen, dass ein Solarpark in der Gemeinde entstehen soll.      Berichte folgen, Artikel unten

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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