Nächtlicher Schutz für die Tiere auf der „Gleiche“

Windpark: Auszeiten für die Fledermaus

OTTRAU/SCHRECKSBACH. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für den Bau und den Betrieb des Windparks „Die Gleiche“ zwischen Immichenhain und Schrecksbach ist mit Nebenbestimmungen verbunden, teilte ein EAM-Pressesprecher mit. Diese Bestimmungen würden sich „jedoch nur in geringem Maße auf den Energieertrag und somit den wirtschaftlichen Erfolg des Windparks auswirken“.

Laut EAM geht es um den Schutz von Fledermäusen, jedes Jahr im Zeitraum zwischen dem 15. März und dem 30. Oktober werden die Anlagen in der Dämmerung und nachts abgeschaltet, wenn die Temperatur in Gondelhöhe über zehn Grad beträgt und zugleich die Windgeschwindigkeit unterhalb von sechs Metern pro Sekunde liegt. Der wesentliche Teil der Energieerträge werde jedoch bei Windgeschwindigkeiten von mehr als sechs Metern pro Sekunde gewonnen, deshalb seien die Verluste gering.

Auf der „Gleiche“ handele es sich nicht um einen Einzelfall. „Bei nahezu allen genehmigten Windkraftanlagen in Waldgebieten wird diese Schutzvorkehrung getroffen“, so EAM-Natur-Geschäftsführer Martin Severin.

Nach Inbetriebnahme des Windparks werde zudem über ein akustisches Gondelmonitoring erfasst, ob und welche Fledermausarten sich zu welchen Zeiten im Gefahrenbereich des Rotors befinden. Danach könnten Abschaltzeiten weiter reduziert werden. (aqu)

Quelle: HNA

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