Windpark "Rödeser Berg": BI klagt nicht weiter gegen Windpark

Wolfhagen. Die Bürgerinitiative (BI) Wolfhager Land „Keine Windräder in unseren Wäldern" wird nicht weiter klagen gegen das Vorhaben am „Rödeser Berg". Das hat die Initiative jetzt bekannt gegeben.

Günter Rückner

„Bislang hat noch kein Gericht in der eigentlichen Sache entschieden, eine juristische Fortführung unseres siebenjährigen Kampfes wäre also möglich“, schreibt Günter Rückner, Sprecher der Initiative. „Aber angesichts der inzwischen geschaffenen Naturzerstörung, der Zurückweisung unserer Beschwerde sowie des unkalkulierbaren finanziellen Risikos für unsere Mitglieder bei Eröffnung des Hauptklageverfahrens, halten wir eine Fortführung für nicht verantwortbar.“

Lebensräume vernichtet 

Die BI habe ihr Recht in Anspruch genommen, eine unnötige Schädigung von Natur und Landschaft im Wolfhager Land auf „ehrliche und demokratische Weise verhindern“ zu wollen. „Heute müssen wir erkennen, dass trotz jahrelanger Kartierungsarbeiten, trotz Nachweis außergewöhnlicher Tierarten und trotz Aufzeigen günstiger Alternativen das Ergebnis schon vorher feststand: Keine Chance auf eine lokale und gleichzeitig naturverträgliche Energiewende“, so Rückner.

Die Lebensräume vieler Mitgeschöpfe seien bereits vernichtet und die über den Rödeser Berg ziehenden Vögel und Fledermäuse würden jetzt mit einem nicht bilanzierbaren Tribut bezahlen müssen.

Solidarität in Bevölkerung 

Die Genehmigungsauflage von Abschaltzeiten für die Anlagen zum Schutz der Fledermäuse verbucht die Gruppe als einen Teilerfolg, auch wenn deren Wirkung umstritten ist.

Die Initiative dankt allen Unterstützern und Spendern. „Ohne die starke Solidarität in der Bevölkerung hätten wir nicht so lange durchhalten können“, sagt Sprecher Günter Rückner.

Seit rund sieben Jahren hat die Bürgerinitiative Wolfhager Land gegen das Vorhaben des Windparks am Rödeser Berg gekämpft.

Quelle: HNA

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