Wintercamp der Motorradfreunde Hexenschuss auf dem Knüllköpfchen

Schwarzenborn - Sonnenschein und relativ milde Temperaturen bescherten den Teilnehmern des Motorrad-Wintertreffens auf dem Knüllköpfchen am Wochenende angenehme Fahrbedingungen. Ein Hauch von Schnee auf Wiesen und Feldern sorgte für Winterstimmung auf dem Zeltplatz der Knüll-Jause.

Zum neunten Mal hatten die Motorradfreunde Hexenschuss aus Niederaula zum Wintertreffen eingeladen. Sechsmal fand das Treffen auf dem Eisenberg statt. Seit drei Jahren campieren die Biker auf dem Knüllköpfchen.

„Wir sind eine freie Gemeinschaft von Motorradfahrern. Etwa 25 Leute bilden den Kern der Gruppe. Gestern waren wir mit 30 Personen ein eher kleiner Kreis. Wir rechnen heute mit 80 bis 100 Teilnehmern“, erklärte Walter Freund von Hexenschuss am Samstag.

Während die Hexenschussler im großen beheizten Versorgungszelt heiße Getränke an die bereits angereisten Motorradfahrer aus den Regionen Schwalm und Knüll, dem Vogelsberg und der Rhön ausschenkten, trafen immer mehr Fahrer mit ihren Maschinen ein.

Den mit Abstand weitesten Weg hatte Raymond Daemen aus den Niederlanden zurückgelegt. Rund 550 Kilometer war er auf seiner Honda 600 LM von Den Haag aus zum Knüllköpfchen gefahren, nachdem er in einem Motorradforum im Internet die Ankündigung des Treffens von Felix Stübing aus Ziegenhain gelesen hatte.

„Ich bin zum ersten Mal dabei“, erzählte Daemen. Bei trockenen Verhältnissen und einer Temperatur von sechs Grad sei die Fahrt optimal verlaufen, meinte der Holländer ganz entspannt. Wie viele andere hatte sich auch Raymond Daemen für die Übernachtung in der Herberge entschieden. Nach den 550 Kilometern, so fand er, habe er sich das verdient.

Doch auch die ersten Zelte waren bereits aufgebaut. Gut zwei Dutzend Teilnehmer hatten sich zur Übernachtung im Zelt durchgerungen. „Viel übereinander anziehen und ein guter Schlafsack, das hilft gegen die Kälte“, gaben die Erfahrenen unter ihnen gut gelaunt und mit einem Augenzwinkern an weniger geübte Wintercamper weiter. Immerhin gab es schon Treffen mit zweistelligen Minusgraden, berichtete Walter Freund.

Zur Musik versammelten sich die Motorradfahrer in froher Runde ums wärmende Lagerfeuer, während allmählich die Sonne über dem Knüll unterging und sich der Zeltplatz füllte.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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