Bei gängigen Modellen gibt es bereits Lieferengpässe in der Region

Winterreifen: Ansturm bei Händlern ist groß

Schwalm-Eder. Der Ansturm auf die Autohäuser und Werkstätten hat begonnen. Bevor der erste Schnee fällt und es glatt auf den Straßen wird, wollen viele Autofahrer schon ihre Winterreifen aufgezogen haben.

Das bestätigt Serviceleiter Herbert Schmurr vom Autohaus Weckesser in Ziegenhain: „Pro Tag kommen bis zu zehn Kunden zum Reifenwechsel.“ Das Autohaus empfiehlt, jetzt Winterreifen aufziehen zu lassen.

Auch Hans Schminner, Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses in Ottrau-Immichenhain, warnte die Autofahrer: „Der Wechsel auf Winterreifen sollte nicht mehr lange aufgeschoben werden.“ Auch in sein Autohaus kamen bereits die ersten Kunden.

Spezielle Größen bei Winterreifen für beliebte Modelle wie den Golf IV seien schwer zu bekommen, sagte Autohausinhaber Harald Hepke aus Körle-Lobenhausen: „Da kommt es zu Lieferschwierigkeiten, und der Kunde muss dann eine Woche warten.“ Hinzu kommt, dass deshalb die Großhändler die Preise anheben. Die Kunden müssten dann einen Aufpreis zahlen.

Ab einer Außentemperatur von sieben Grad sollte jeder Autofahrer mit Winterreifen fahren, rät Hans-Jürgen Grögor, Beauftragter für Abgasuntersuchungen bei der Kfz-Innung Ziegenhain. Dazu sollte er auf die Profiltiefe der Reifen achten. „Ab fünf Millimeter Profiltiefe oder weniger können die Reifen sich nicht mehr selbst reinigen und greifen nicht mehr gut auf der Fahrbahn“, sagte Grögor.

Nicole Viehmann, stellvertretende Leiterin des Regionalen Verkehrsdienstes der Polizei Homberg, sagte, dass es keine speziellen Reifenkontrollen der Polizei geben werde. Bei normalen Polizeikontrollen müsse aber damit gerechnet werden, dass auch die Profiltiefe gemessen wird. Grundsätzlich seien nur Winterreifen mit der Kennzeichnung M+S bei Autos zulässig.

Von Florian Quanz

Quelle: HNA

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