Doris und Hans-Jürgen Hooß bauen auf ihrem Feld 50 Sorten an

„Wir sind vom Kürbisvirus infiziert“

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Leimbach. Herbstzeit ist Kürbiszeit und das ist auf dem Hof von Doris und Hans-Jürgen Hooß nicht zu übersehen. Überall steht das Gemüse in vielen Farben und Formen. Die Kürbisse leuchten in Gelb, Orange, Grün und Weiß.

50 Sorten baut das Ehepaar auf einem halben Hektar in Leimbach an. Derzeit sind die zwei kräftig am Ernten. „Das ist echte Handarbeit“, sagt Hans-Jürgen Hooß während er mit einer Rosenschere einen Kürbis von der Pflanze abschneidet.

Dann hievt er das Riesengemüse auf seine Schulter und trägt es langsam zum Schlepper. So wird mit allen Kürbissen verfahren. „Wir hatten auch schon welche, die wir kaum tragen konnten“, berichtet Doris Hooß. Die mussten dann mit einem Betttuch zum Schlepper gebracht werden. Kürbisse seien Pflanzen, die viel Pflege brauchen, erklärt Doris Hooß. Sie benötigen jede Menge Wasser und auch das Unkraut müsse von Hand entfernt werden. „Man muss schon Spaß daran haben. Also wir sind vom Kürbisvirus infiziert“, sagt ihr Ehemann und lacht.

Angefangen hat alles mit einem kleinen Hobbygarten, in dem Doris Hooß einige Kürbisse angebaut hatte. Ihre Kinder seien auf die Idee gekommen, das Gemüse an der Straße zu verkaufen. „Und das lief gut“, erzählt Doris Hooß. Deshalb entschied sich die Familie, noch mehr Kürbisse anzubauen. Das war vor neun Jahren. Mittlerweile hätte sich sogar eine Stammkundschaft entwickelt. „Von denen bekomme ich auch ab und zu Rezepte“, berichtet Doris Hooß.

Eine ganze Mappe voller Rezeptideen hat die 45-Jährige gesammelt. Und die probiert sie zur Kürbiszeit auch gerne aus. Am liebsten isst sie den Butternusskürbis. Er sei geschmacklich sehr gut und habe nicht so eine feste Schale. Allerdings brauche er auch sehr lange, bis er reif ist, sagt sie. Geerntet werde er Mitte bis Ende Oktober.

Das Ehepaar will die Kürbisse nun möglichst schnell vom Feld holen. Ein Teil des Gemüses ist bereits mit weißen Planen bedeckt. „Der Frost hat uns dieses Jahr überrascht“, berichtet Hooß. Deshalb seien einige Kürbisse eingegangen. Weil nun sogar Schnee angekündigt ist, „müssen wir uns jetzt ranhalten“, sagt die 45-Jährige.

Von Nina Thöne

Quelle: HNA

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