Wahlkampfauftakt des BWB - Unterstützung für Bürgermeisterkandidat Carsten Röhl

„Wir sind Wolfhagen“

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Stellte sich vor: Bürgermeisterkandidat Carsten Röhl am Sonntag in Altenhasungen. Er wird vom BWB unterstützt.

Altenhasungen. Wahlkampfauftakt des „Bündnis Wolfhager Bürger“ (BWB) am Sonntag in Altenhasungen: Im vollbesetzten Gaststättenraum stellte Spitzenkandidat Jens Kühle sich und das Wahlprogramm der jungen Wählergruppierung vor - Seite an Seite mit dem Wolfhager Bürgermeisterkandidaten Carsten Röhl, der vom BWB unterstützt wird. Beide übten harsche Kritik an der Politik im Rathaus und im Stadtparlament.

„Schäbig“ nannte Röhl zudem den Umgang der SPD-Fraktion ihm und seinem Vater Karl-Heinz Röhl gegenüber, der als SPD-Mitglied für das BWB kandidiert (wir berichteten). Carsten Röhl tritt als unabhängiger Bürgermeisterkandidat mit SPD-Parteibuch auf.

In dieselbe Kerbe schlug der ehemalige Stadtrat Herbert Finke (SPD), der bei der Veranstaltung eine kurze Rede hielt. „Die Diffamierung eines Gleichgesinnten, ohne mit ihm über Inhalte gesprochen zu haben, ist instinktlos“, erklärte Finke.

Will Finger in die Wunde legen: Der Spitzenkandidat des BWB, Jens Kühle, stellte am Sonntag sich und das Programm des Bündnisses vor.

Carsten Röhl stellte den Zuhörern Inhalte seines Wahlprogramms vor. Er wolle eine moderne Stadtpolitik machen und unter anderem ein neues Generationenkonzept umsetzen. Mit Familienfreundlichkeit könne die Stadt in Zeiten des demografischen Wandels punkten. Auch Kundenorientierung wie ein geöffnetes Bürgerbüro am Samstag sei ihm wichtig.

Die Finanzlage der Stadt ist nicht nur für den Bürgermeisterkandidaten zentrales Thema, sondern auch für das BWB. „Wolfhagen droht der Finanzkollaps. Uns werden Märchen aufgetischt“, erklärte Jens Kühle. „Der Erfolg des Hiddeser Feldes ist eins davon.“ Dort sei zu viel Geld in die Erweiterung gesteckt worden, weil die Wünsche der angesiedelten Firmen oberste Priorität gehabt hätten. Firmen, die anderswo nichts bekommen, würden in Wolfhagen mit offenen Armen aufgenommen. Dies sei nur einer der Skandale in der Stadt. Das BWB wolle „seine Finger in die Wunden legen“. Mitglieder und Unterstützer seien in der Stadt Repressalien ausgesetzt, so Kühle. Die 51 Mitglieder kämen aus unterschiedlichen Parteien und Berufen. Man sei multikulti. Für die Wahl gelte die Losung: „Wir wollen nicht zu den kleinen Parteien gehören. Wir sind Wolfhagen“, rief Kühle unter Beifall. Das Bündnis wird sich in den nächsten Wochen auch in anderen Stadtteilen vorstellen.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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