Wirbel um einsamen Trolley: IC wurde gestoppt, zahlreiche Verspätungen

Schwalmstadt. Wegen eines herrenlosen Koffers ist der IC 2376 nach Stralsund am Freitag kurz vor Treysa gestoppt worden. 200 Fahrgäste waren in dem Zug, sechs andere Züge hatten Verspätung.

Ein Sprecher der Bundespolizei (Kassel) bestätigte den Vorfall am Dienstag auf Anfrage der HNA. Demnach fand sich der Trolley gegen 10.20 Uhr in einer Gepäckblage eines Erste-Klasse-Abteils.

Das Zugpersonal informierte die Notfallleitstelle der Bundespolizei in Gießen, der Intercity wurde gestoppt. Von der Polizeistation Ziegenhain angeforderte Polizeibeamte und ein Sprengstoffsuchhund kamen vor Ort.

Der Hund habe das Gepäckstück abgeschnüffelt, da sein Verhalten nicht auf eine Besonderheit hindeutete, wurde die Öffnung des Trolleys entschieden, so der Sprecher. Zutage kamen ausschließlich Kleidungsstücke und reiseübliche Utensilien. Beendet wurde der Einsatz gegen 12.05 Uhr. Sechs Züge hatten Verspätung.

Im Bahnhof Treysa stiegen die rund 200 Fahrgäste in einen Regionalexpress Richtung Norden um. Wozu genau das dienen sollte, konnte der Sprecher nicht beantworten. Es sei vermutlich um Anschlussverbindungen gegangen.

In der Zwischenzeit habe sich dann der Eigentümer des Koffers per E-Mail bei der Deutschen Bahn gemeldet, ein 37-Jähriger aus Heidelberg. Er habe den Trolley schlicht vergessen. Ob das noch Konsequenzen für ihn haben wird, wusste der Sprecher nicht zu beantworten. Jedenfalls kann sich der Mann sein Eigentum in Gießen abholen. (aqu)

Quelle: HNA

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