Kostenfreie Beratung

Tobias Rimpau ist neuer interkommunaler Energiebeauftragter

Die Energieeffizienz auf dem Prüfstand: Tobias Rimpau an einer Heizungsanlage der Stadt Melsungen. Rimpau ist neuer interkommunaler Energiebeauftragter. Foto: Dewert

Melsungen/Guxhagen. Tobias Rimpau weiß, wie man es sich zu Hause schön warm macht und dabei noch Energie spart: Der 37-jährige Diplom-Ingenieur für Umwelttechnik ist Energiebeauftragter der interkommunalen Energieagentur.

Natürlich interkommunal, denn so gibt es für das Projekt Fördergeld aus dem Eler-Topf. Eler ist der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Rimpau ist in Melsungen, Guxhagen, Malsfeld und Morschen im Einsatz. Dort bietet er Sprechstunden an und vereinbart Termine.

Sein Haupteinsatzgebiet ist die energetische Beratung bei Sanierung und Umbau von Wohnung oder Haus. In einer kostenfreien etwa einstündigen Erstberatung analysiert er Zustand und Bedarf des Kunden.

„Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Effizienz des eigenen Hauses zu verbessern“, sagt Rimpau. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Fassade, der Geschossdecken und der Kellerdecke, der Austausch von Fenstern und die Umstellung der Heiztechnik.

Er berät, ob der Einsatz von Solarthermie sinnvoll ist und bei welchen Gebäuden sich Photovoltaik-Anlagen eigenen und rentieren. Eine allgemeingültige Empfehlung, welches System für welches Haus geeignet sei, gebe es nicht. „Jedes Gebäude muss individuell betrachtet werden“, sagt er.

Rimpau berät auch zu Förderprogrammen und worauf bei der Antragstellung zu achten ist. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Beratung der Mitgliedskommunen und die Vorbereitung und Begleitung von Bauarbeiten.

Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Steigerung der Energieeffizienz und die Energieeinsparung. Dienstsitz von Rimpau ist Melsungen, in den anderen Gemeinden ist er während der Sprechstunden in den Rathäusern vor Ort. Die Personalkosten werden anteilig nach Einwohnern umgelegt. Vorerst ist das Projekt des interkommunalen Energieberaters auf die Dauer der Förderung bis Mai 2015 angelegt. Angesichts des Energiewandels und der Wichtigkeit des Themas sei er aber zuversichtlich, dass seine Arbeit fortgesetzt werde, sagt Rimpau.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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