„Wirklich gelungen“

Hell und einladend: Der Empfangstresen des Facharzt- und Therapiezentrums wurde von der Tischlerei Draude angefertigt. Foto: Zerhau

Die Villa Buttlar, ein historisches Gebäude mit langer Geschichte, wurde nach umfangreichen Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen einer neuen Nutzung zugeführt: Seit Januar dieses Jahres beherbergt die Villa Buttlar ein hochmodernes Facharzt- und Therapiezentrum.

Historisch und zugleich modern – wie ist das möglich? „Wir haben das historische Gebäude in die heutige Zeit transportiert“, so fasst der Fritzlarer Architekt Christian Gerlach die umfangreichen Arbeiten zusammen.

Dass der Ablauf des Projektes so reibungslos verlief und dass das Ergebnis so zufriedenstellend ist, liegt an mehreren Faktoren: Bauherr, Architekt und die bauausführenden Firmen haben hervorragend kooperiert. „Die Funktion und Nutzung mit Arztpraxen und OP, das ist keine Standard-Bauaufgabe“, sagt Christian Gerlach.

Die Zusammenarbeit war sehr konstruktiv

Der Architekt hat schon das Nägel am Fritzlarer Marktplatz aufwändig saniert. „Ich nehme mich alter Gebäude an“, antwortet der Architekt, wenn man ihn nach seinem Schwerpunkt fragt. Außerdem hat gerade das Zusammenspiel mit der Stadt Fritzlar, mit den Gremien und insbesondere mit dem Amt für Denkmalpflege sehr zum Erfolg der Bauaufgabe beigetragen. „Die Zusammenarbeit mit Dr. Peer Zietz von der Landesdenkmalpflege war sehr konstruktiv“, lobt Gerlach.

Das klassizistische Gebäude, das im Jahr 1844 erbaute wurde, war ursprünglich das Wohnhaus der Familie Buttlar. Zwischenzeitlich wurde die Villa Buttlar von den Ursulinen als Schulgebäude genutzt. Das Gebäude ist mit dem Nachbarhaus Teil des Ensembles St. Wigbert. „Nebenan entstehen 23 moderne Wohneinheiten“, gibt Christian Gerlach einen kleinen Ausblick. So ist die Erhaltung und Nutzung der früheren Ursulinenschule mit der Villa Buttlar und dem Nachbargebäude für die Zukunft gesichert.

Großer Maßstab

Aus dem geschichtsträchtigen Gebäudeensemble St. Wigbert entwickelt sich ein Wohn- und Lebensraum für Jung und Alt. „Die Villa Buttlar hat da schon einen großen Maßstab gesetzt“, findet der Architekt. Sie passt sich trotz der Erweiterung und des Umbaus bestens in das Stadtbild im Herzen der Stadt Fritzlar ein. „Die Villa Buttlar prägt das Stadtbild Fritzlars und wertet es auf“, findet auch eine Nachbarin, die sich über den gelungenen Umbau freut. , pflichtet ihr ein weiterer Nachbar bei und sagt: „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden.“ So wurde höchst behutsam mit historischer Bausubstanz umgegangen, der Klassizismus mit seiner strengen Formengebung bleibt prägend. „Villa Buttlar ist quasi der Startschuss für St. Wigbert.“

Ablauf der Baumaßnahme

Im Mai 2012 konnte nach umfangreichen Planungen mit der Erweiterung und dem kompletten Umbau der Villa Buttlar begonnen werden. „Die kurze Bauzeit von gerade mal sieben Monaten war nur möglich, weil die Baufirmen so super gearbeitet haben – und das unter enormem Zeitdruck“, lobt Architekt Christian Gerlach die am Umbau beteiligten Firmen.

„Nehmen wir bei den Ausbauarbeiten beispielsweise die Tischlerarbeiten: Die Tischlerei Draude hat von Anfang an hervorragend mitgeplant, mitgedacht und natürlich alles bestens umgesetzt.“ Die Fritzlarer Tischlerei war bei diesem Projekt unter anderem mit Fenstern, Innentüren und Fußböden beteiligt. Darüber hinaus ist der Familienbetrieb auch Ansprechpartner, wenn es um elegantes Möbeldesign, und Büro- und Objekteinrichtungen geht – wie in der Villa Buttlar. Von großem Vorteil war es, dass Planung und Umsetzung in einer Hand lagen: Die Tischlerei Draude hat detailgetreue und fotorealistische Planungen erstellt. „Diese Veranschaulichung war für alle Beteiligten sehr komfortabel“, erinnert sich Tischlermeister Jürgen Draude. Auch hier erweist sich der Umgang mit Historischem gekonnt und zeitgemäß. „So mussten wir zum Beispiel bei den Rundbogenfenstern einerseits denkmalpflegerische Auflagen beachten, zum anderen sind die neuen Fenster selbstverständlich wärmetechnisch auf dem neuesten Stand“, sagt Jürgen Draude weiter. Auch hier kann sich das Ergebnis sehen lassen: Die Fenster passen in das Gesamtbild der Villa Buttlar und fügen sich perfekt ein. Gleichzeitig erfüllen sie Schall- und Energiestandards von heute.

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Wie vielseitig die Tischlerei Draude ist, zeigt sich unter anderem darin, dass sie auch für die gesamte Möblierung des OP-Bereiches und den hellen, einladend gestalteten Empfangsbereich zuständig war. Die modernen Automatik- und Brandschutztürsysteme, gleichwohl die Innentüren, die an das historische Ambiente der Villa Buttlar angepasst sind, oder die strapazierfähigen Bodenbeläge im hochwertigen Design-Plus-Bereich – all das fällt in die Zuständigkeit der Tischlerei Draude. „Alles in allem erstklassige Arbeiten“, stellen auch Bauherr und Nutzer des Facharzt- und Therapiezentrums Villa Buttlar zufrieden fest. „Architekt und bauausführende Firmen haben ausgezeichnete Arbeit abgeliefert“, sagen sie einstimmig.

Nutzung als Facharzt- und Therapiezentrum

Seit Januar sind insgesamt drei Facharztpraxen, eine Praxis für Krankengymnastik und ein Sanitätshaus in der Villa Buttlar ansässig. Der neu konzeptionierte Grundriss wird nun der Nutzung des historischen Gebäudes mit allen Anforderungen eines modernen Facharzt- und Therapiezentrums gerecht.

Neben der Entkernung und Sanierung des Gebäudes wurde das Dach aufgestockt. Im Dachgeschoss befindet sich nun ein großer Operations-Trakt, der von den drei Arztpraxen für ambulante Operationen genutzt wird. In einem Anbau wurden ein Fahrstuhl und ein separates Treppenhaus untergebracht. Alle Stockwerke des gesamten Gebäudes sind somit barrierefrei zugänglich.

Entstanden sind rund 1150 qm Nutzfläche auf insgesamt fünf Etagen. 27 Parkplätze auf dem Grundstück der Villa Buttlar gewähren für die Patienten beste Erreichbarkeit mit dem Auto. (phr)

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Quelle: HNA

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