Wirt von altem Schrot und Korn ist tot

Johannes Steinbrecher

Obergrenzebach - Johannes Steinbrecher lernte sein Fach von der Pike auf und engagierte sich in vielen Vereinen. Der weithin bekannte Festwirt aus der Schwalm, Johannes Steinbrecher, ist im Alter von 73 Jahren in seinem Geburts- und Heimatort Obergrenzebach gestorben.

Steinbrecher war der Älteste unter drei Geschwistern. Im Alter von 14 Jahren wurde er an Kindesstatt auf dem Hof Krebs in Obergrenzebach aufgenommen. Dort gab es neben einer Landwirtschaft seit 1860 eine Gastwirtschaft sowie einen kleinen Laden. Steinbrecher absolvierte eine Kaufmannslehre und wuchs in alle Arbeiten hinein. 1958 heiratete er seine Frau Emma, geb. Nill, die die Führung des Ladens übernahm. Schicksalsschlag dann 1969: Am 16. Mai brannten Haus und Hof in Obergrenzebach völlig nieder, die beiden Töchter wurden in letzter Minute gerettet.

Johannes Steinbrecher begann bei Null und weitete seinen Betrieb auf Festorganisation aus. Als Kirmes- und Festwirt wurde er landauf, landab bekannt, zum Beispiel im Ziegenhainer Karneval.

Steinbrecher setzte sich sehr für die Feuerwehr ein und war Mitbegründer der Brandschützerpartnerschaft mit dem belgischen Poperinge. Im Hotel- und Gaststättenverband Dehoga war Steinbrecher über Jahrzehnte engagiert. Kommende Woche hätte seine Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft angestanden.

Darüber hinaus war er in etlichen Vereinen und unternahm mit ihnen und privat zahlreiche Reisen und Fahrten. Johannes Steinbrecher starb unerwartet.

• Die Trauerfeier zur Einäscherung in der Friedhofskapelle Obergrenzebach beginnt am Mittwoch, 12. Januar, um 14 Uhr. (aqu) Foto: privat

Quelle: HNA

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