Experte bescheinigte dem DRK professionellen Umgang

Nach Betrugsfall: Lob vom Wirtschaftsprüfer

+
Im Einsatz: Gemeinsame Übung von Feuerwehr und THW in Fritzlar. Das Archiv-Foto zeigt Marco Kuhnert (rechts) und Thorsten Wendel, Sanitäter beim DRK, die Dirk Meininger von der Schaufeltrage auf die Vakuummatratze betten.

Schwalm-Eder. Der Betrugsfall beim Deutschen Roten Kreuz, der vor etwa einem Jahr aufgedeckt wurde (wir berichteten), war jetzt auch Thema der DRK-Kreisversammlung in Melsungen.

Der unabhängige Wirtschaftsprüfer Michael Paus lobte die hohe Professionalität des Kreisverbandes, der sofort eine Sonderprüfung beauftragt habe, heißt es in einer Mitteilung des Kreisverbandes. Paus betonte, dass durch den Betrug keine Spenden zweckentfremdet worden seien. Wegen des schwebenden Verfahrens im Betrugsfall war noch kein Jahresabschluss für 2011 vorgelegt worden. Dies holte Paus nun nach und stellte auch den Jahresabschluss 2012 vor.

Schatzmeister Bodo Fäcke stellte die Wirtschaftspläne 2013 und 2014 vor, die von den Delegierten einstimmig gebilligt wurden. Den Wirtschaftsplänen 2013 und 2014 hatten die Gesellschafter bereits im Oktober ihre Zustimmung erteilt.

Für 2012 zogen die Delegierten eine positive Bilanz. Im Auftrag des Landkreises betrieb das DRK im vergangenen Jahr neun Rettungswachen, 2013 wurde in Oberaula die 10. Rettungswache eröffnet. 5422 Mal waren die Notärzte im vergangenen Jahr im Einsatz, 27 852 Patienten wurden von Rettungsdienst und Krankentransport transportiert.

„Diese verantwortungsvolle Aufgabe erfordert eine solide Ausbildung,“ betonte Kreisgeschäftsführer Manfred Lau. Um den Nachwuchsproblemen entgegenzuwirken, biete das DRK eine Ausbildung zum Rettungsassistenten und Rettungssanitäter an.

Die Sicherstellungsvereinbarung wurde bis 2022 verlängert. Beim Hausnotruf waren 609 Anschlüsse zu verzeichnen.

Im Kreisverband wurden 145 Blutspendetermine angeboten, bei denen 15.915 Menschen Blut spendeten. Mit diesem Ergebnis liegt der Kreisverband weiterhin auf dem 1. Platz im DRK-Landesverband. 2522 Helferinnen und Helfer sowie Ärzte sorgten mit 17.511 ehrenamtlichen Einsatzstunden für einen reibungslosen Ablauf.

Die Pflegeeinrichtungen in Ziegenhain, Treysa und Jesberg sind trotz starker Konkurrenz gut belegt, heißt es in einer Mitteilung des Kreisverbandes. Im Seniorenheim Am Schwalmberg in Treysa soll 2014 ein Fahrstuhl eingebaut werden. Die Sozialstation ist gut ausgelastet und hat die Überprüfung durch den Medizinischen Dienst mit 1,0 gemeistert, heißt es in der Mitteilung weiter. In der Sozialarbeit übernahm Heike Hohm-Fiehler die Leitung von Dr. Steffen Flachs, der in den Ruhestand ging. (red)

Quelle: HNA

Kommentare