Fertigungsanlage aus Treysa produziert demnächst in Shanghai Dichtungen aus PU

Wissen geht auf Weltreise

Üben in der Schwalm: Ein Freudenberg-Mitarbeiter aus der Region Shanghai in der neuen Anlage, die augenblicklich unterwegs nach China ist. Foto: Jörg Döringer/nh

Schwalmstadt. Merkel Freudenberg Schwalmstadt zeichnet künftig verantwortlich für die Produktion von Dichtungen in China.

Wie Standortchef Reinfried Wobbe mitteilte, übernimmt der Schulstandort eine technologische Führungsrolle: „Der chinesische Freudenberg-Partner NOK-Freudenberg Group China baut eine neue Fertigungszelle für Dichtungen aus dem Werkstoff Polyurethan in Taicang nahe Shanghai auf. Das Know-how dazu stammt aus Schwalmstadt.“

Hintergrund ist der Aufschwung in China. Für den Bau von Straßen und Brücken in Fernost würden Bagger, Muldenkipper und vieles mehr gebraucht. „Diese Baumaschinen aus chinesischer Produktion müssen abgedichtet werden – mit Dichtungen von Freudenberg.“

Die Hersteller legen großen Wert auf hervorragenden Service, nämlich Lieferung aus aus lokaler Produktion, kurze Transportwege und Lieferzeiten, keine Einfuhrzölle, und „schnell und kostengünstig soll es gehen“, berichtete der Standortmanager weiter.

Die Firma rechnet sich gute Chancen aus. „Wir haben uns bisher auf die Schwerhydraulik, also auf Dichtungen für Stahlwerke, Großpressen oder Windkraftanlagen konzentriert. Mit der Polyurethan-Fertigung betreten wir Neuland und bauen uns ein zusätzliches Standbein auf“, sagt der Geschäftsleiter des chinesischen Werks, Kyung-Mo Jung. Zunächst wurde hier in der Schwalm eine Pilot-Fertigungszelle aufgebaut, und zwar gemeinsam von deutschen und chinesischen Mitarbeitern.

Arbeit und Freizeit

Mehrere Monate arbeiteten sich fünf chinesische Fachkräfte in Schwalmstadt ein. „Die Zusammenarbeit hat vorbildlich geklappt“, berichtete Projektleiter Edgar Michl. Sogar in der Freizeit traf man sich, die Kommunikation funktionierte auf Englisch. Inzwischen ist die Fertigungszelle erfolgreich erprobt, wieder abgebaut und via Hamburger Hafen nach Shanghai verschifft.

Schwälmer nach China

In Kürze werden Mitarbeiter aus Schwalmstadt zum Vorbereiten des Produktionsstarts und Anfahren der Anlage nach China reisen. (aqu)

Quelle: HNA

Kommentare