Auf Wissensreise im Wolfhager Wald

Wolfhagen. Eine Wieselfamilie, die sich im Unterholz versteckt, fleißig arbeitende Ameisen und zarte Baumsprösslinge, die am Wegesrand wachsen – in einem Wald gibt es viel zu entdecken.

Die Kinder der Grundschulen aus Ippinghausen und Wolfhagen können das bestätigen. Sie lernten bei den Waldjugendspielen den heimischen Forst kennen. Auf einem Rundlauf durch ein Waldstück in der Nähe Wolfhagens hatten Förster Heinz-Jürgen Schmoll und seine Helfer zehn Stationen vorbereitet. Für jede bearbeitete Station gab es für die Schüler Punkte, die sie am Ende gegen eine Urkunde eintauschten.

Eine der Aufgaben verlangte von den Teilnehmern ein wenig schauspielerisches Talent. Es galt sich ähnlich wie ein Hirsch durch einen Hindernisparcours zu bewegen. „Die Kinder sollen etwas über den Wald lernen und sich zeitgleich in ihm auch bewegen“, sagte Förster Schmoll.

Kurzclip über Enten mit dem Förster im Ruhestand Herbert Bachmann

Bei anderen Stationen lernten die Teilnehmer zum Beispiel verschiedene Baumarten zu erkennen, sie bekamen einen Einblick in den Alltag eines Försters und sie erfuhren, welchen eigentlichen Zweck Eicheln und Bucheckern haben. Allerdings drehte sich nicht jede Station nur um das Ökosystem Wald: Bei einem Punkt ihrer Laufstrecke bekamen die Kinder beigebracht, wie sie Müll richtig trennen.

Ein Wald voller Experten

Am Ende des Tages wimmelte es in dem kleinen Wolfhager Forstabschnitt nur so von kleinen Wald- und Umweltexperten. „Ich habe heute gelernt, dass ich im Wald leise sein muss“, weiß jetzt Sarah Dziura. „Denn sonst verschrecke ich die ganzen Tiere.“ Maurice Schmidt, neun Jahre hat vor allem bei der Ameisenstation gut aufgepasst. Er sagte: „Es gibt in unseren Wäldern über 140 Arten von Ameisen.“

Von Juri Auel und Florian Noetzel

Quelle: HNA

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