Beim Internationalen Figurentheaterfestival war jede Vorstellung ausverkauft

Witzige Vampir-Jagd

Puppenspiel nach Polanski: Stefan (hinter der Handpuppe) und Virginia Maatz vom Theater Con Cuore im Stück „Die furchtlosen Vampirkiller“. Foto: Landau

Altmorschen. Alles ist dunkel. Geheimnisvolle Musik dringt leise aus den Lautsprechern und plötzlich ist es mucksmäuschenstill im Refektorium des Klosters Haydau. Der Raum ist mit Menschen gefüllt. Sogar auf den Fensterbänken hat es sich manch einer gemütlich gemacht. Dann öffnet sich der Vorhang und sowohl die Puppenspieler als auch die Figuren selbst, entführen die Zuschauer in die verschneiten Karpaten.

Das Theater Con Cuore präsentierte am Samstag Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ als Figurentheater. Mit Spannung und viel Witz ging das Publikum gemeinsam mit Professor Abronsius und seinem Assistenten Alfred auf Vampirjagd. Das Stück „Die furchtlosen Vampirkiller“ oder „Sorry, aber Ihre Zähne stecken in meinem Hals“ war Teil des Internationalen Figurentheaterfestivals „Blickfang“, organisiert von Grimm2013.

„Das Festival hat all unsere Erwartungen übertroffen.“

Margit Schumann Grimm2013

In der Schenke von Jeuni Schagal angekommen, verliebt sich Gehilfe Alfred in die schöne Wirtstochter Sarah. Doch auch der Graf mit den spitzen Eckzähnen plant, diese für sich zu gewinnen. Er entführt sie auf seine Burg und der Mitternachtsball soll schließlich alles besiegeln. Alfred und Abronsius bleibt nicht viel Zeit, alles noch zu einem guten Ende zu bringen.

Auf der Suche nach Beweisen für die Existenz von Vampiren wurde auch der humoristische Teil im Stück nicht vergessen. So kam es, dass des Öfteren lautes Lachen durch den Saal hallte.

Von Donnerstag bis Sonntag haben renommierte Puppenspieler das Programm im Kloster Haydau gestaltet. Mit dabei waren Künstler aus Belgien, Ungarn, England und den Niederlanden. Gleichzeitig zeigte die Vernissage „Fabelhafte Welten“ Bilder von Markus Lefrançois, einem Dozenten der Kasseler Kunsthochschule. „Das Festival hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, resümierte Margit Schumann, Dramaturgie und Projektmanagement bei Grimm2013.

Da es das erste Festival in Hessen war und dazu noch in einer ländlichen Gegend, sei die Veranstaltung ein Wagnis gewesen. „Wir hatten zu Beginn etwas Sorgen, dass die Veranstaltung nicht so gut angenommen wird. Der Vorverkauf lief schleppend“, sagte Schumann.

Doch sei letztendlich jede Vorstellung ausverkauft gewesen. „Auch freuen wir uns, dass das Festival Jung und Alt gleichermaßen angelockt und auch begeistert hat“. 

Von Lisa Landau

Quelle: HNA

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