Städte und Gemeinden saugen das Laub von der Straße

Wolfhagen/Naumburg/Habichtswald. Berge von Laub sieht man derzeit auf Gehwegen, Straßen und in Gärten. 75 000 Tonnen sind es in den zehn größten deutschen Städten, die wegen Rutsch- und Unfallgefahr entfernt werden müssen. Doch was passiert im Wolfhager Land mit den Massen von Blättern?

„Wir bringen das Laub auf eine Deponie. Dort wird es von einer Entsorgungsfirma abgeholt“, sagt Lars Eskuche, Leiter des technischen Außendienstes der Stadt Wolfhagen. Denn was auf der Straße liege, sei nicht nur Laub, sondern auch Müll und Splitt. Deshalb müsse es, wie der Schmutz auf der Straße, entsorgt werden.

Doch bevor die Blätter auf der Fläche nahe der Kläranlage landen, werden sie mit Laubsaugern eingesammelt. Auf den öffentlichen Flächen würden die Blätter erst zusammen geblasen, dann werde der Haufen aufgesaugt.

Auch in Habichtswald kommen Laubbläser und -sauger zum Einsatz. „Das Laub wird durch einen Schnorchel in einen zwischen zwei und vier Kubikmeter großen Behälter gesaugt“, erklärt Harald Halberstadt, Mitarbeiter des Bauamts der Gemeinde Habichtswald. In dem Auffangbehälter werde es noch einmal gehäckselt und dann zu einer Deponie gebracht, wo es verrotte.

Anlieger haben Pflicht

„Wir haben hier große Flächen wie den Friedhof zu reinigen. Da würde man mit einem Rechen nicht weit kommen“, sagt Halberstadt. Vom Bürgersteig bis zu Straßenmitte seien die Anlieger für die Reinigung verantwortlich. Das Laub sollte nicht einfach auf die Straße geschoben werden, sondern seinen Weg in die Biotonne finden. „Die Blätter haben ja kaum Volumen und lassen sich zusammendrücken “, sagt der Bauamtsmitarbeiter.

Privatpersonen kämen auf etwa zwei Eimer voll Laub, dass könne man in der Biotonne verstauen. „Bei unseren Mengen an Laub würde das nicht funktionieren“, erklärt Harald Halberstadt. In Naumburg werde das Laub von der Stadt gesammelt und dann von einer Kompostierungsfirma abgeholt, erzählt Thomas Fingerling, Hauptamtsleiter der Stadt Naumburg.

Für die Reinigung der Straßen nutze die Stadt zwei Laubbläser. Sonst werde zu Rechen und Besen gegriffen. Probleme gebe es beim Saubermachen nicht. „Wir haben den Friedhof in Altenstädt, wo viel Laub fällt“, erklärt der Hauptamtsleiter der Stadt Naumburg. Sonst hielten sich die Laubteppiche in Grenzen. Die Menge des von der Stadt zu entfernenden Laubes hänge zum einen von der Anzahl der Bäume ab. Zum anderen davon, wo diese stünden.

Reinigungssatzung

„Wir haben genauso wie die anderen Gemeinden eine Straßenreinigungssatzung“, sagt Fingerling. Darin sei geregelt, dass die Anlieger die Blätter auf dem Gehweg entfernen müssten. „Der normale Schmutz vom Gehweg kommt in die schwarze Tonne, das Laub in die Biomülltonne“, erklärt Fingerling. (mad)

Quelle: HNA

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