Musik, Kabarett und mehr bei den Konzerten in der Gudensberger Altstadt

Zum Wohlfühlen in den Keller

Alma Lusitana im Keller Giese: von links Georg Roden, Michael Wolf und Jochen Faulhammer sangen und spielten portugiesische Musik. Fotos: Eberlein

Gudensberg. Manchmal muss man zum Lachen und Wohlfühlen einfach in den Keller gehen. So auch am Samstagabend bei den Kellerkonzerten in Gudensberg. An vier Standorten wurde den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Kabarett und Theater geboten.

Neben Löwensteinkeller, Kulturhaus Synagoge und Keller Giese zählte in diesem Jahr auch das Familienzentrum Quartier zu den Spielstätten.

Madeläne aus der DDR

Die Akteure waren zum Teil weit angereist. Aus Leipzig kam das Duo MelanKomiker. Die beiden Lieder-Kabarettisten Jürgen Denkewitz und Norman Daßler berichteten im Kulturhaus Synagoge von ostdeutschen Mädchen namens Madeläne, machten einen Ausflug von der DDR nach Italien und erteilten schließlich den guten Rat: Lass die Liebe herein, wenn sie an die Tür klopft. Mit Gitarre, Mandoline, Akkordeon und Wortwitz präsentierten die beiden Sachsen ihr Programm.

Weniger lustig, dafür aber mit sonorer Stimme sang Jochen Faulhammer vom Trio Alma Lusitana. Begleitet von Michael Wolf mit der Mandoline und Georg Roden an der Gitarre, widmete sich der Sänger der Musik aus dem portugiesischen Sprachraum. Die zumeist melancholischen Klänge und Texte erzählten im Keller Giese von fernen Ländern, von Sehnsucht und Heimkehr.

Viel zu lachen hatten die Zuhörer im ausverkauften Löwenkeller am alten Marktplatz. Die drei einheimischen „Männer im Chor“, Andreas Olbrich, Stefan Schmitt und Dieter Heer, auch Little Top Sing genannt, feierten mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt zugleich einen Erfolg. Dazu mussten sie nicht in die Ferne schweifen. Gudensberg, die „Stadt mit dem feinen Esprit“ und ihre selbst kreierten Texte über die Heimat reichten aus, um den Abend zu füllen und das Publikum aufs Feinste zu amüsieren.

Im Familienzentrum Quartier dagegen hatten die Schauspieler der Gruppe „Und wenn wir nicht, dann heute“ den Märchenkoffer ausgepackt. Von Aschenputtel bis zu den Zwergen tummelte sich in der modernen, szenischen Lesung von Annika Zaich, Alexandra Desoi und Simon Hillebrand alles, was im Märchenland Rang und Namen hat.

Musik gab es auch auf der Straße: Das Ständchenteam der Harmonie-Musik Melsungen und der Gesangverein Gleichen sorgten für den richtigen Ton. Nach den Veranstaltungen wurden die Gäste am Quartier, im Löwenkeller und vor dem Keller Giese in der lauen Sommernacht bewirtet.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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