Wohltätigkeitskonzert: 450 Besucher lauschten in Treysa dem Heeresmusikkorps

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Gesangseinlage: Diana Blume und Udo Seifert im Duett.

Treysa. Der Lions-Club Schwalmstadt und der Traditionsverband Schwälmer Artillerie hatten am Mittwoch zu einem Wohltätigkeitskonzert mit dem Heeresmusikkorps Kassel in die Festhalle nach Treysa eingeladen: 450 Besucher strömten zum Auftritt des Profi-Orchesters. 

Die Musiker spielten zugunsten des Lions-Bildungsfonds und des Soldatenhilfswerkes sowie des Bundeswehrsozialwerkes auf.

Unter der Leitung von Oberstleutnant Reinhard Kiauka entrollten die Musiker ein stimmungsvolles, „märchenhaftes“ Programm: Dabei lernten die Zuhörer auch, dass das Orchester nach der Zentralisierung Heeresmusikkorps Kassel heißt. „Vier Korps wurden aufgelöst, Kassel bleibt erhalten.“ Standesgemäß eröffneten die Musiker den Abend mit dem Marsch „Unter dem Bundesadler“. Dann wandelte das Orchester auf den Spuren von Richard Strauss. „Er schrieb 290 Nummern, 15 Opern und sein Vater war ein Waldhornvirtuose“, erklärte Kiauka. Solist Eckart Vollbrecht intonierte den dritten Satz des Konzertes für Horn und Orchester eindringlich und gefühlvoll. Auf symphonische Reise gingen die Zuhörer mit „Transcendent Journey“.

Die musikalische und textliche Interpretation der „Bremer Stadtmusikanten“ des Japaners Hayato Hirose begeisterte die Gäste - Christian Wilde gab den sonoren Märchenerzähler. Mit „Blaze away“ präsentierte das Orchester einen Titel von Abraham Holzmann - dem Sohn deutscher Einwanderer, der es vom Liftboy zum gefeierten Komponisten schaffte. Buchstäblich aus dem Hut zauberten die Musiker das Medley „Mexican Sun“ mit, bei dem sogleich der Funke auf das Publikum übersprang. Neu arrangierte das Orchester die Musik aus dem Film „Die Drei von der Tankstelle“. Die Solisten Daniel Schirk, Heiko Belz, Lars Schwalm und Udo Seifert boten Posaunenklänge in Perfektion.

Stehende Ovationen

Seine Wandelbarkeit zeigte das Herresmusikkorps mit einem Musical-Medley: Diana Blume und Udo Seifert griffen zum Mikrofon und interpretierten populäre Titel aus „Hair“, „Starlight-Express“, „Evita“ und „Rocky“. Das Publikum honorierte den Abend mit stehenden Ovationen und minutemlangen Applaus. Das wurde belohnt: Mit kerniger Marschmusik und dem legendären Radetzky-Marsch.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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