Wohnanlage am Schlossgarten: Großer Andrang bei Einweihung

Die Dienstleister: Juliane Kaspar (Physiotherapeutin, von links), Barbara Rehs (Podologie), Stefan Ochs und Karsten Schwalm (Diakoniestation), Michaela Laudenbach und Harald Kimmel (Ergotherapie) in einer Wohnung mit Blick auf den Schlossgarten.

Melsungen. Das Thema Betreutes Wohnen im Alter liegt den Melsungern offensichtlich am Herzen: Das zeigte sich am Samstag bei der Einweihung der Wohnanlage „Am Schlossgarten“. Der Andrang war enorm. Besonders die Nähe und Aussicht auf den Schlosspark gefiel den Besuchern.

„Zum Schluss war es ein bisschen hektisch, aber wir sind fertig geworden“, sagte der Melsunger Projektentwickler und Bauherr Wilmar Rüttger. Kleinere Arbeiten fehlten zwar noch, trotzdem bekamen die Gäste einen Eindruck, wie es sich in der neuen Wohnanlage am Vorderen Eisfeld lebt.

25 Wohnungen auf vier Etagen sind dort in den vergangenen 15 Monaten entstanden. Das gesamte Projekt hat 5,5 Millionen Euro gekostet. Im Erdgeschoss befinden sich die Dienstleister: die Diakonie und drei Praxen für Podologie, Ergotherapie und Physiotherapie.

Das Konzept: Die Wohnungen mit 55 bis 110 Quadratmetern Fläche sind verkauft worden. Für den Grundservice der Bewohner sorgt die Diakonie, weitere Leistungen können hinzugebucht werden. Die Dienstleister sehen vor allem die Bündelung von verschiedenen Angeboten und den Standort als Vorteil für sich. „Wir waren vorher etwas außerhalb“, sagt Michaela Laudenbach, die mit Harald Kimmel eine Praxis für Ergotherapie in der Wohnanlage betreibt.

Die Wohnungen sind dabei schon vor der Einweihung verkauft gewesen. Da jedoch nicht alle Käufer selbst einziehen, werden noch Mieter für neun Wohnungen gesucht.

Eine Überraschung ist das große Interesse am Thema nicht: Man habe 2002 eine Umfrage gemacht, sagte Bürgermeister Dieter Runzheimer: Ein zentrales Ergebnis sei dabei gewesen, dass die Melsunger im Alter barrierefrei mitten in der Stadt wohnen wollen. „Ich freue mich, dass das mit der Wohnanlage nun gelungen ist“, sagte Runzheimer.

Pfarrer Gerhard Peter, der die Andacht in der Anlage hielt, betonte, dass sich die Kirche dem Bereich Pflege nicht entziehen könne. „Es gibt Geschichten in der Bibel, die uns in die Verantwortung nehmen.“

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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