Brand in Altenstädt

Brand in Altenstädt: Blitzeinschlag ist doch Brandursache

Altenstädt. Nach dem Brand eines Bauernhofes in Naumburg-Altenstädt steht nun die Ursache fest: Am Morgen haben Brandursachenermittler des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo  die Brandstelle  untersucht und Zeugen befragt.

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Als Brandursache kommt demnach nur ein Blitzeinschlag in Betracht, da neben einer sehr schnellen Ausbreitung des Feuers auch Überspannungsschäden bis in die Nachbarschaft festgestellt wurden. Mittlerweile liegen auch verschiedene Zeugenaussagen vor, die einen Blitzeinschlag untermauern.

Die Schadenshöhe wurde von der Kripo mit 300.000 Euro angegeben. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die von dem Brand betroffene Familie kam zunächst in der Nachbarschaft unter.

Die richtigen Worte am Tag nach dem Großbrand in Altenstädt fand Bürgermeister Stefan Hable, als er am Mittwochvormittag vor Ort das Gespräch mit den Betroffenen suchte: „Bei aller Tragik, es hätte weitaus schlimmer kommen können.“ Dass letztendlich nur die Scheune und Teile des Wohnhauses betroffen sind, ist angesichts der dichten Bebauung an der Wolfhager Straße nicht erwartbar gewesen. „Deswegen waren wir mit so vielen Einsatzkräften vor Ort. Manche Wehren haben sich fast ausschließlich um den Schutz der Nachbarhäuser gekümmert“, sagte Einsatzleiter Thomas Heger.

Statiker prüft Bewohnbarkeit

Hausbesitzer Andrzej Kozlowski rang am Mittwochmittag um Worte: „Der Nachbar hat das Feuer bemerkt und zwei Minuten später stand alles in Flammen.“ Kozlowski, der beim Ausbruch des Feuers mit Frau und Tochter allein im Haus war, ist jetzt vorübergehend bei Nachbarn untergekommen. Zurück in sein Haus kann er vorerst nicht. Zwar ist von dem Wohnhaus nur der Dachstuhl abgebrannt, das Obergeschoss wurde durch Rauch und Löschwasser aber stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein Statiker muss die Stabilität prüfen, bevor das Haus wieder betreten werden darf.

Artikel aktualisiert um 19.40 Uhr

Die Brandwache, die die ALtenstädter Feuerwehr abhielt wurde von der Kriminalpolizei Kassel am Mittag gegen 12 Uhr für beendet erklärt. Im Laufe der Nacht mussten der Altenstädter Wehrführer Martin Kreutz und seine Mitarbeiter mehrfach nachlöschen. „Ganz normal bei so vielen Glutnestern“, sagte Heger.

Fotos: Brand in Altenstädt

Scheunenbrand in Altenstädt

Lobende Worte fanden sowohl Kreutz als auch Heger für das Verhalten der Anwohner. Die hatten während der gesamten Einsatzzeit die Feuerwehrleute mit Getränken und Sitzgelegenheiten versorgt. Für die Brandwache gab es sogar Grillwürstchen, Schokoriegel und Gebäck.

Von Lasse Deppe

Quelle: HNA

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