Wolfhagen brechen Stadtführer weg - Touren fielen aus

In der Rolle der Wohltäterin Agnes von Bürgeln: Wolfhagens Stadtführerin Roswitha Pergande-Reßler.

Wolfhagen. Der Stadt Wolfhagen gehen die Stadtführer aus. Innerhalb eines Vierteljahres sind vier Personen wegen Krankheit und Umzugs weggebrochen.

Yvonne Franke, seit Juli zuständig für die Tourismusförderung, und Jennifer Geppert vom Bürgerservice der Stadt sorgen sich darum, wie das Angebot aufrecht erhalten werden kann.

Denn während die Zahl der Stadtführer von zwischenzeitlich zwölf Personen zusammengeschmolzen ist auf fünf, sei gleichzeitig die Nachfrage nach Stadtrundgängen gestiegen, sagt Franke. Knapp 70 Führungen fänden derzeit übers Jahr verteilt statt. Das Angebot trage zum positiven Image Wolfhagens bei. Auswärtige Gäste kämen nicht allein, um sich in die Geschichte Wolfhagens einführen zu lassen. Sie besuchten auch Geschäfte und Restaurants.

Immer wieder sei am Konzept gefeilt worden, entstanden sei ein umfängliches Angebot. So startet von Mai bis September jeden Samstag um 11 Uhr ein kostenloser Spaziergang durch die Stadt. Daneben gibt es spezielle Angebote wie Nachtwächterführungen, kulinarische Rundgänge, Touren für Kinder und solche, die sich dem Fachwerk widmen und Wolfhagen mit den Augen der Wohltäterin Agnes von Bürgeln betrachten. Allerdings stehe man nunmehr vor dem Problem, all diese Führungen personell abzudecken. In drei Fällen hätten Touren bereits ausfallen müssen, sagt Geppert.

„Wir brauchen Leute, die sich für Wolfhagen interessieren und bereit sind, Besuchern von der Stadt zu erzählen“, ergänzt Yvonne Franke. Im Kollegenkreis hätten sie bereits die Werbetrommeln gerührt und eine Frau rekrutieren können. Sie ist eine der fünf Stadtführer. Die Stadt begleicht aus den Einnahmen der Touren ihren Verwaltungsaufwand. Von den 40 Euro, die eine Gruppe für eine Themenführung zahlt, bleiben 35 Euro beim Stadtführer.

Quelle: HNA

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