Kooperation wird verstärkt

In Wolfhagen entsteht ein neues Dienstleistungszentrum der Feuerwehren

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Wolfhagen. Die Stadt Wolfhagen und die Feuerwehren im Altkreis wollen sich stärker vernetzen. Um die interkommunale Zusammenarbeit zu verbessern, wird ein Dienstleistungszentrum gegründet. Ab Mitte des Jahres wird dafür ein weiterer hauptamtlicher Gerätewart bei der Feuerwehr Wolfhagen eingestellt.

„Beispielsweise im Bereich Atemschutztechnik sind die Anforderungen gestiegen“, sagt Sebastian Swoboda vom Fachbereich Brandschutz der Stadtverwaltung Wolfhagen. Die regelmäßige Prüfung der Atemgeräte sei heutzutage sehr aufwendig und müsse lückenlos dokumentiert werden. Dafür besitze die Wolfhager Wehr die beste Ausrüstung, ein neues und mehr als 25.000 Euro teures Prüfgerät. „Das können sich viele andere Kommunen nicht leisten“, so Swoboda.

Künftig sollen die regelmäßigen Geräteprüfungen, aber auch andere Aktionen, zentral in Wolfhagen stattfinden. Zudem ist auch die Zusammenarbeit bei größeren Beschaffungen sowie bei der Einführung des digitalen Funkverkehrs geplant.

Auf diese Weise sparen sich die anderen Wehren kostspielige Investitionen. „Am Ende entlastet dies nicht nur die Feuerwehrleute, sondern finanziell auch die Bürger in den Kommunen“, sagt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake.

„Wir stehen noch am Anfang“, sagt Swoboda. Und auch Verwaltungschef Schaake meint: „Das Ganze ist ein Prozess und muss noch wachsen.“ In der Vergangenheit gab es unter den Wehren bereits Kooperationen bei Ausbildungen und Schulungen.

Am Dienstleistungszentrum beteiligen sich bislang neben der Wolfhager Wehr die Brandschützer in Breuna und Habichtswald. Schaake und Swoboda hoffen, dass die restlichen Feuerwehren im Altkreis dem Netzwerk auch noch beitreten. „Alle haben das Angebot bekommen“, so Schaake.

Von Anton Kostudis

Quelle: HNA

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