Großes Buffet für Bedürftige

Spendenaktion gegen Hunger in Griechenland

Hilfsaktion für Griechenland (von links): Kirchenrat Günter Dreisbach, Bürgermeister Reinhard Schaake, Peter Emanuil Nirakis, Dekan Dr. Gernot Gerlach, Pfarrer Burkhard Meyer und Achilles Kamberis im Autohaus Güde. Foto: Uminski

Wolfhagen. Dass es den Griechen schlecht geht, können wir Deutschen erahnen. Wie dramatisch es aber tatsächlich ist, schilderte bei der Spendenaktion „Hilfe gegen den Hunger in Griechenland“ am Samstagabend Pater Emanuil Nirakis aus Athen.

Während einer Live-Internetschaltung lernten die Gäste Alexandros Theodoridis von der griechischen Hilfsaktion Boroume kennen.

Ein kaltes Buffet und warme Speisen standen für die Besucher bereit. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Bründerser Vokalquartett. Die kompletten Einnahmen der nun dritten Hilfsaktion dieser Art von Achilles Kamberis (Restaurant Kreta) fließen an die Hilfsaktion Boroume in Athen und die Armenküche von Agia Zoni.

Insbesondere viele junge Leute seien dort arbeitslos. Sechs Monate erhielten Erwerbslose staatliche Hilfen. Dann stünden sie mit leeren Händen da. „Es gibt viel Kummer“, sagte Pater Nirakis. „Die Menschen haben das Gefühl, dass sie nicht daran Schuld sind.“ Vielmehr seien es Fehler der Politik. 130 Menschen helfe seine Suppenküche in Agia Zoni täglich. Darüber hinaus erhielten kinderreiche und arme Familien monatlich finanzielle Unterstützung.

Für den griechischen Restaurantbesitzer Achilles Kamberis aus Wolfhagen sei es eine Selbstverständlichkeit zu helfen. „Da muss man was tun“, sagte er. „Es freut mich sehr, dass viele Leute von sehr weit her gekommen sind.“ Das Eintrittsgeld sowie weitere Spenden sollen den Hilfsorganisationen helfen. 7650 Euro wurden bei der vergangenen Spendeninitiative eingenommen. So viel wird es wohl dieses Mal nicht. „Wenn es am Ende 4000 Euro werden, dann sind wir mehr als zufrieden.“

„Wir müssen abgeben“

„Uns geht es gut“, sagte Kirchenrat Günther Dreisbach. Menschen zu helfen sei ein tiefes kirchliches Anliegen: „Wir müssen von dem, was wir haben, etwas abgeben.“ Als mitreißend und impulsiv beschreibt der Kirchenrat den griechischen Restaurantbesitzer Achilles Kamberis. „Er hat einen guten Draht zu den Leuten und kann sie gut motivieren.“

Wie verzweifelt die Menschen in Griechenland sind, mag sich Pater Nirakis kaum vorstellen. „Täglich gibt es Menschen, die Suizid begehen“, sagte er. „Und die Situation wird von Tag zu Tag schlimmer.“ (pju)

Quelle: HNA

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