Wolfhagens Behindertenbeauftragter sieht Integration auf gutem Weg

Wolfgang Hensel

Wolfhagen. Für Menschen mit Behinderungen hat sich die Infrastruktur im vergangenen Jahr verbessert. Dieses Fazit lässt sich aus dem Bericht des Behindertenbeauftragten Wolfgang Hensel für Wolfhagen ableiten.

Hensel legte seinen Bericht traditionell in der letzten Stadtverordnetensitzung des Jahres vor.

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Mit dem Kulturellen und Sozialen Zentrum (KuSZ), dem Umbau des alten Amtsgerichtes durch die Baunataler Diakonie Kassel (bdks) und den neuen Räumen des Emstaler Verein an der Liemecke seien einige Einrichtungen hinzugekommen, die Menschen mit Handicap für sich nutzen können. Beim Umbau des alten Katasteramtes zum KuSZ habe man an Behinderte gedacht - es gebe einen Lift, die Toiletten seinen barrierefrei, sagte Wolfgang Hensel.

Die bdks habe im ehemaligen Amtsgericht ein Haus geschaffen, in dem 16 Menschen mit Behinderung ihr Zuhause hätten. Alle Bewohner seien berufstätig. Kurz vor der Fertigstellung sei auch das neue Haus an der Worthstraße, in das die Bathildisheimer Werkstätten aus Bad Arolsen investieren. Hensel lobte die Aktivitäten. Bewusst würden kleinere Einrichtungen errichtet, in denen Menschen wohnortnah betreut werden könnten. Dies sei ein wertvoller Beitrag zur Integration.

Gehwege absenken 

Kurz vor der Fertigstellung: das neue Haus für Behinderte des Bathildisheims an der Worthstraße. Foto:  Norbert Müller

Hohe Bordsteine sind für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ein großes Problem im Alltag. An der Ofenbergstraße in Wolfhagen seien im Bereich verschiedener Einmündungen die Gehwege abgesenkt worden. Weiterer Bedarf, so Hensel, bestehe an der Eichenstraße, an der Karlstraße und in vielen Stadtteilen.

Mitgearbeitet hat der Behindertenbeauftragte beim Sportentwicklungsplan. Bestandteil des Planes sei auch der Behindertensport. Mit dem Inklusions-Projekt „Gemeinsam in Bewegung“ werde das Ziel verfolgt, Menschen mit und ohne Handicap über ein Bewegungs- und Sportangebot in der Region Kassel zusammenzubringen.

Zahl der Behinderten steigt 

Zugenommen habe im ausklingenden Jahr die Zahl der Menschen, die bei ihm Rat suchen bei Fragen zu Behindertenangelegenheiten. Hensel geht davon aus, dass der Anteil der Menschen mit Behinderungen steigt. In Wolfhagen und den Stadtteilen erhöhe sich deren Zahl jährlich um etwa 100 Personen. „Derzeit sind 25 Prozent der Wolfhager Bevölkerung als schwerbehindert anzusehen“, sagt Hensel. 1500 Menschen hätten einen Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent.

Zahlreiche Menschen hätten im Sommer den Markt der Möglichkeiten genutzt, berichtete Hensel weiter, um sich bei 30 Ausstellern und Organisationen über Angebote für Behinderte zu informieren. Im kommenden Jahr wird die Veranstaltung am Samstag, 2. Juli, stattfinden.

 

Quelle: HNA

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